LEA-Energieberatung: Stadt Steinheim an der Murr

Seitenbereiche

Diese Website verwendet Cookies und/oder externe Dienste

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, würden wir gerne Cookies verwenden und/oder externe Daten laden. Durch Bestätigen des Buttons „Akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung aller Dienste zu. Über den Button „Mehr“ können Sie einzeln auswählen, welche Dienste Sie zulassen möchten. Sie können Ihre Zustimmung und Einwilligung jederzeit widerrufen.

Cookie-Banner

Funktionell

Diese Technologien ermöglichen es uns, die Nutzung der Website zu analysieren, um die Leistung zu messen und zu verbessern.

Google Analytics

Dies ist ein Webanalysedienst.

Verarbeitungsunternehmen

Google Ireland Limited
Google Building Gordon House, 4 Barrow St, Dublin, D04 E5W5, Ireland

Datenverarbeitungszwecke

Diese Liste stellt die Zwecke der Datenerhebung und -verarbeitung dar. Eine Einwilligung gilt nur für die angegebenen Zwecke. Die gesammelten Daten können nicht für einen anderen als den unten aufgeführten Zweck verwendet oder gespeichert werden.

  • Analyse
Einwilligungshinweis

Bitte beachten Sie, dass bei Ihrer Einwilligung zu einem Dienst auch das Laden von externen Daten sowie die Weitergabe personenbezogener Daten an diesen Dienst erlaubt wird.

Genutzte Technologien
  • Cookies akzeptieren
  • Pixel-Tags
Erhobene Daten

Diese Liste enthält alle (persönlichen) Daten, die von oder durch die Nutzung dieses Dienstes gesammelt werden.

  • IP-Addresse
  • Geräte-Informationen
  • Browser-Informationen
  • Standort-Informationen
  • Referrer-URL
  • Nutzungsdaten
  • JavaScript-Support
  • Flash-Version
  • Datum und Uhrzeit des Besuchs
  • App-Aktualisierungen
  • Besuchte Seiten
  • Klickpfad
  • Downloads
  • Kaufaktivität
  • Widget-Interaktionen
Rechtsgrundlage

Im Folgenden wird die nach Art. 6 I 1 DSGVO geforderte Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten genannt.

  • Art. 6 Abs. 1 s. 1 lit. a DSGVO
Ort der Verarbeitung

Europäische Union

Aufbewahrungsdauer

Die Aufbewahrungsfrist ist die Zeitspanne, in der die gesammelten Daten für die Verarbeitung gespeichert werden. Die Daten müssen gelöscht werden, sobald sie für die angegebenen Verarbeitungszwecke nicht mehr benötigt werden.

Die Aufbewahrungsfrist hängt von der Art der gespeicherten Daten ab. Jeder Kunde kann festlegen, wie lange Google Analytics Daten aufbewahrt, bevor sie automatisch gelöscht werden.

Datenempfänger
  • Alphabet Inc.
  • Google LLC
  • Google Ireland Limited
Datenschutzbeauftragter der verarbeitenden Firma

Nachfolgend finden Sie die E-Mail-Adresse des Datenschutzbeauftragten des verarbeitenden Unternehmens.

https://support.google.com/policies/contact/general_privacy_form

Weitergabe an Drittländer

Einige Services leiten die erfassten Daten an ein anderes Land weiter. Nachfolgend finden Sie eine Liste der Länder, in die die Daten übertragen werden. Dies kann für verschiedene Zwecke der Fall sein, z. B. zum Speichern oder Verarbeiten.

Weltweit

Klicken Sie hier, um die Datenschutzbestimmungen des Datenverarbeiters zu lesen
Klicken Sie hier, um auf allen Domains des verarbeitenden Unternehmens zu widersprechen
Klicken Sie hier, um die Cookie-Richtlinie des Datenverarbeiters zu lesen

Essentiell

Diese Technologien sind erforderlich, um die Kernfunktionalität der Webseite zu aktivieren.

Online-Formulare

Ermöglicht die Bedienung von Online-Formularen.

Verarbeitungsunternehmen
Stadt Steinheim an der Murr
Genutzte Technologien
  • Cookies akzeptieren
Erhobene Daten

Diese Liste enthält alle (persönlichen) Daten, die von oder durch die Nutzung dieses Dienstes gesammelt werden.

  • IP-Adresse
  • Browser-Informationen
Rechtsgrundlage

Im Folgenden wird die nach Art. 6 I 1 DSGVO geforderte Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten genannt.

  • Art. 6 Abs. 1 s. 1 lit. a DSGVO
Ort der Verarbeitung

Europäische Union

Aufbewahrungsdauer

Die Aufbewahrungsfrist ist die Zeitspanne, in der die gesammelten Daten für die Verarbeitung gespeichert werden. Die Daten müssen gelöscht werden, sobald sie für die angegebenen Verarbeitungszwecke nicht mehr benötigt werden.

Die Daten werden gelöscht, sobald sie nicht mehr für die Verarbeitungszwecke benötigt werden.

Klicken Sie hier, um die Datenschutzbestimmungen des Datenverarbeiters zu lesen

Energieberatung der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V.

Kostenlose Energieberatung für Bürger*innen der Stadt Steinheim

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.V. berät zu allen Fragen rund um die Energiewende, z.B. zu energetischer Sanierung, Heizungs- und Fenstertausch, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg, Wärmedämmung, Solarenergie und finanzielle Förderungen. Diese (aktuell telefonisch stattfindende) unabhängige und neutrale Energieerstberatung ist für alle Bürger*innen der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos. Ob Mieter, Haus- oder Wohnungseigentümer – die Experten der LEA suchen gemeinsam mit Ihnen nach individuellen Handlungsoptionen und Lösungsmöglichkeiten. Sie sind herzlich eingeladen, das Angebot der Energieagentur zu nutzen.

Termine können mit der LEA unter Telefonnummer: 07141 68 893 0 vereinbart werden. Energie-Checks bei Ihnen zu Hause können unter derselben Nummer gebucht werden. Die Durchführung der Checks findet natürlich unter Einhaltung sämtlicher Schutzvorkehrungen statt.

Weiterführende Informationen gibt es auf der Homepage der LEA.

Die Energieberatungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die LEA informiert:

Neues Beratungsangebot zum Heizungstausch

In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet die Energieagentur Kreis Ludwigsburg ab Januar 2021 nun auch eine Beratung vor Ort zum Heizungstausch an. Gemeinsam mit den Ratsuchenden ermitteln die Berater, welche Heiztechnik am besten zum Gebäude und zu den Wünschen der Verbraucher passt. 

Der Austausch einer veralteten Heizungsanlage und der Umstieg auf erneuerbare Energien beschäftigt aktuell viele Verbraucherinnen und Verbraucher. Viele interessieren sich für Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarkollektoren. Die Energieberatung der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) bietet Ratsuchenden eine Hilfestellung bei der Entscheidung für eine Heiztechnik an. Die Beratung beim Eignungs-Check Heizung gliedert sich in drei Schritte:

  1. Eine Energieberaterin oder ein Energieberater kommt zu den Ratsuchenden nach Hause und nimmt die vorhandene Heiztechnik in Augenschein. Im Gespräch werden die vorliegenden technischen Randbedingungen und die Präferenzen der Eigentümerinnen und Eigentümer in Bezug auf Heiztechniken geklärt.
  2. In einem zweiten Schritt wird ermittelt, welche Energieanschlüsse und Möglichkeiten zur Brennstofflagerung auf dem Grundstück vorhanden sind. Auf dieser Grundlage wird geprüft, welche Heiztechniken realisierbar sind.
  3. Am Ende werden alle in Frage kommenden Heiztechniken miteinander verglichen und bewertet. Hierbei berücksichtigen die Energieberaterinnen und -berater verschiedene Kriterien: CO2-Emissionen, Investitionskosten, Förderung und Betriebskosten. Als Ergebnis erhalten die Verbraucher eine graphische Darstellung der drei am besten geeigneten Heiztechniken und eine Gesamtübersicht mit allen geprüften Techniken.

„Weil wir unabhängig sind, empfehlen wir den Ratsuchenden genau die Heiztechnik, die für ihre individuelle Situation am besten geeignet ist. Wir beraten produktoffen und beziehen alle relevanten Heiztechniken mit ein“, erläutert Kurt Schüle, Energieexperte der LEA und Energieberater bei der Verbraucherzentrale BW.

Wer eine Heizung hat, die älter als 15 Jahre ist, sollte auf einen Ausfall vorbereitet sein und sich rechtzeitig beraten lassen, denn die durchschnittliche Lebensdauer eines Heizkessels beträgt etwa 20 Jahre. Ist die Heizung erst einmal kaputt, bleibt im Zweifelsfall oft kein zeitlicher Spielraum für die Auswahl einer geeigneten Heiztechnik und die alte Technik wird oft nur ersetzt, ohne einen Technikwechsel vorzunehmen.

Der Eignungs-Check Heizung kostet 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote der LEA kostenfrei.

(Mitteilung vom 17.01.2021)

Homeoffice in Zeiten der Pandemie- und Umweltkrise

Auch 2021 werden Corona-bedingt viele Berufstätige im Homeoffice arbeiten. Die Vorteile überwiegen für die meisten, aber es gibt auch Nachteile. Zwar fällt die Auto- oder Zugfahrt weg, dafür steigt aber die eigene Stromrechnung. Was können wir also aus der Pandemie für die Klimakrise lernen?

Arbeiten Menschen auch über die Corona-Pandemie hinaus öfter von zu Hause aus, vermeidet das Millionen Tonnen CO2 und senkt spürbar die Verkehrsbelastung, zeigt eine Studie der Berliner Denkfabrik IZT im Auftrag von Greenpeace. Um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr kann der CO2-Ausstoß im Verkehr sinken, wenn 40 Prozent der Arbeitnehmer dauerhaft an zwei Tagen pro Woche von zuhause aus arbeiten.

Damit der heimische Energiebedarf deshalb aber nicht drastisch steigt, hat die Energieagentur Kreis Ludwigsburg Tipps zum eigenen Arbeitsplatz daheim:

Tageslicht
Das Energiesparen fängt bereits bei der richtigen Positionierung des Schreibtisches an. Damit das Tageslicht richtig ausgenutzt und dafür die Beleuchtung ausgeschaltet werden kann, muss er im rechten Winkel zum Fenster stehen.

Energiesparmodus
Der Energiesparmodus des Computers benötigt auch mit abgeschaltetem Bildschirm weiterhin viel Strom. Er sollte nur für eine kurze Pause genutzt werden. Für die lange Mittagspause und nach Feierabend ist es besser den Computer auszuschalten. Das Gleiche gilt auch für Drucker und Scanner.

Kaffeepause
Genau wie ein Kaffeevollautomat frisst auch eine Filtermaschine mit eingebauter Heizplatte jede Menge Strom. Daher lieber den gekochten Kaffee in einer Thermoskanne warmhalten und die Kaffeemaschine abschalten. Den Kaffeevollautomaten auch nur dann anschalten, wenn ein Getränk zubereitet werden soll.

(Mitteilung vom 24.01.2021)

Über 50 % Zuschuss für Heizungstausch und energetische Sanierung dank neuer Bundesförderung

Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden die Fördersätze nochmals angehoben und das Antragsverfahren vereinfacht. Seit Jahresanfang sind die neuen Förderrichtlinien für den Heizungstausch und energetische Einzelmaßnahmen wie den Fenstertausch in Kraft. Anfang Juli wird auch die Förderung für umfassendere Sanierungen, die zu sogenannten Effizienzhäusern führen, erhöht und vereinfacht.

Beim Heizungstausch schießt die BEG zwischen 20 und 40 % in der Grundförderung zu. Weitere 10 % werden gewährt, wenn eine bestehende Ölheizung ersetzt wird. Wird der Heizungstausch in einem Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, sind nochmals 5 % mehr Förderung möglich. In Summe können so beispielsweise 50 % Förderung für den Einbau von Wärmepumpe oder Holzkessel abgerufen werden. Auch der Zuschuss für den Fernwärmeanschluss wurde stark angehoben und liegt nun bei bis zu 50 %.

Energetische Einzelmaßnahmen wie der Fenstertausch oder die Dämmung von Dach, Fassade oder Kellerdecke werden mit 20 % bezuschusst. Auch hier kann ein Bonus von 5 % erzielt werden, wenn die Maßnahme im iSFP empfohlen wird.

Umfassendere Sanierungen zum Effizienzhaus lohnen sich ab dem 01.07.2021 noch stärker: Bis zu 53 % Zuschuss werden beispielsweise für die Sanierung zum Effizienzhaus 55 ausgezahlt.

„Die neuen, hohen Förderungen sind der Gegenspieler zur CO2-Bepreisung: Während die CO2-Bepreisung das Heizen mit Erdgas und Erdöl in den kommenden Jahren zunehmend verteuern wird, machen die Förderungen Sanierung und Erneuerbare Heizsysteme wirtschaftlich höchst rentabel.“, fasst Joshua Lampe, Energieberater der LEA, zusammen.

(Mitteilung vom 31.01.2021)

  

Die wirksamsten Maßnahmen gegen Schimmel auf einen Blick

In der kalten Jahreszeit sind Räume anfällig für Schimmel. Damit es nicht so weit kommt, gibt die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) Tipps, wie dies zu vermeiden ist.

Lüften Sie im Winter mehrmals täglich, auch wenn die Wohnung oder die Büroräume gerade schön warm sind.  Sonst kann die Feuchtigkeit der Luft an den kalten Wänden kondensieren. Für Schimmelsporen sind das optimale Wachstumsbedingungen. Im Idealfall werden gegenüberliegende Fenster gleichzeitig für fünf bis zehn Minuten geöffnet. So entsteht ein Luftzug, der die verbrauchte Luft nach draußen transportiert, ohne dass der Raum auskühlt. Damit können auch Energiekosten reduziert werden, denn trockene Luft heizt sich schneller auf als feuchte. Vermeiden Sie Fenster nur auf Kipp zu öffnen. Die Raumluftfeuchte kann mit einem Thermo-Hygrometer kontrolliert werden. Die Energieagentur und die Verbraucherzentrale empfehlen eine Luftfeuchte von 40 bis 60 Prozent.

Heizen Sie kühle Räume nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen, weil dabei meist mehr Feuchtigkeit als Wärme in den kühlen Raum gelangt und die relative Luftfeuchte und das Schimmelrisiko steigen. Schließen Sie Türen zu weniger beheizten Räumen. Die Raumtemperatur soll konstant auf min. 17 Grad belassen werden.

Möbelstücke sollen, vor allem in schlecht gedämmten Gebäuden, möglichst mit 10 cm Abstand zu Außenwänden gestellt werden, da sich die Wandoberfläche ansonsten weniger durch die Raumluft erwärmen kann. Als Folge kondensiert die Feuchtigkeit an der kühlen Wand und die Gefahr steigt, dass sich dort Schimmel bildet.

(Mitteilung vom 06.02.2021)

Neue Förderung: Bis zu 50 % Zuschuss für den Fernwärmeanschluss

Heizen ohne Schornstein, wartungsarme und einfache Technik, geringster Platzbedarf – der Anschluss an ein Wärmenetz bietet viele Vorteile. Zum Jahresanfang 2021 ist ein gewichtiger dazugekommen: Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert den Anschluss mit bis zu 50 %. Neben den unmittelbaren Kosten für den Anschluss werden auch Umfeld-Maßnahmen wie der Rückbau der Bestandsheizung oder der Tausch von Heizkörpern gefördert. Wirtschaftlich ebenfalls interessant: Auch der Anschluss von Warmwasserzapfstellen in Küche oder Bad an die Zentralheizung wird mitgefördert.

Der genaue Fördersatz setzt sich aus einer Grundförderung und zwei Boni zusammen. Bei der Grundförderung gilt: je höher der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmenetz, desto höher die Förderung. Ab 55 % Erneuerbare Energien ist eine Grundförderung von 35 % möglich. Weitere 10 % werden gewährt, wenn eine bestehende Ölheizung ersetzt wird. Wird der Anschluss an die Fernwärme in einem Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, sind nochmals 5 % mehr Förderung möglich.

Wärmenetze erlauben den großskaligen Einsatz Erneuerbarer Energien und die effiziente Verwertung von Reststoffen und Abwärme. Sie sind damit ein Schlüsselbaustein in der Energiewende und dem kommunalen Klimaschutz.

„Die neue, hohe Förderung ist der Gegenspieler zur CO₂-Bepreisung: Während die CO₂-Bepreisung das Heizen mit Erdgas und Erdöl in den kommenden Jahren zunehmend verteuern wird, macht die Förderung den Heizungstausch wirtschaftlich höchst rentabel.“, fasst Joshua Lampe, Energieberater der LEA, zusammen.

(Mitteilung vom 12.02.2021)

Schluss mit Plus

Seit März 2021 müssen Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kühl- und Gefriergeräte sowie Fernseher ein neues Energielabel aufweisen. A+++ hat ausgedient, stattdessen gibt es zukünftig die Noten A bis G. Sie sollen für bessere Vergleichbarkeit sorgen. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) erklärt das neue Energielabel.

Die Effizienzklassen
Die Klasseneinstufungen ändern sich, die Effizienz und der Energieverbrauch der Geräte dadurch aber nicht. Ein hocheffizientes Gerät der alten Klasse A+++ kann von März an in der Klasse B oder C wiederzufinden sein. Es ist daher wichtig zu wissen, dass zunächst keine Geräte mit Energieeffizienzklasse A auf dem Markt erscheinen werden. „Diese wird für künftige, noch effizientere Geräte freigehalten“, erklärt Anselm Laube, Energieberater der LEA und der Verbraucherzentrale.

Der QR-Code ist neu
Ein weiteres Merkmal des neuen Energielabels ist der QR-Code. Er verlinkt zur Datenbank "European Product Database for Energy Labeling" (kurz: EPREL). Alle Hersteller müssen ihre Elektrogeräte in dieser Datenbank registrieren und technische Daten zu ihren Produkten hinterlegen. Verbraucher/innen können so zusätzliche Produktinformationen abrufen.

Die neuen und alten Labels sind nicht miteinander vergleichbar
Die Kriterien der Effizienzklassen sind gestiegen. Die neue Kennzeichnung unterscheidet zwischen den einzelnen Effizienzklassen. Das erlaubt eine schnellere und genauere Einschätzung des Energieverbrauchs.
Wurde bisher z.B. nur ein abstrakter Jahresverbrauch angezeigt, so wird jetzt der Verbrauch pro Waschzyklus oder Spüldurchlauf angegeben.

(Mitteilung vom 28.02.2021)

Das neue Gebäudeenergiegesetz – die wichtigsten Neuerungen

Seit dem 1. November 2020 gilt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es führt die Energieeinsparverordnung, das Energieeinspargesetz und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammen und stimmt die Regeln zur Energieeffizienz von Gebäuden und zur Nutzung von erneuerbaren Energien aufeinander ab. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale und die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) stellen die wichtigsten Änderungen vor.

Folgende fünf Regelungen sollten Verbraucher*innen kennen:

Erneuerbare Energien zum Heizen von Neubauten verpflichtend
Das GEG verpflichtet Bauherrn dazu, mindestens eine Form der erneuerbaren Energien zum Heizen zu nutzen. Diese Verpflichtung kann auf mehreren Wegen erfüllt werden: Neben Energie aus Photovoltaik-, Solarwärme- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erfüllen auch erneuerbare Fern- und Abwärme diese Anforderung.
Ab dem 1. November 2020 kann außerdem ein größerer Anteil des Stroms aus eigener Produktion, zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, angerechnet werden. Alle erneuerbaren Energien müssen einen Mindestanteil des Wärmebedarfs abdecken.

Ineffiziente Heizungen sind nicht mehr zulässig
Ab dem Jahr 2026 dürfen, bis auf wenige Ausnahmen, neue, mit Heizöl betriebene Kessel, nur noch in Kombination mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. Das Gleiche gilt auch für Heizkessel, die mit Kohle betrieben werden. Kessel, die 30 Jahre oder älter sind, müssen außer Betrieb genommen werden.

Kostenlose Energieberatung wird Pflicht
Beim Kauf von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen Käufer*innen, nachdem sie den Energieausweis erhalten haben, ein Beratungsgespräch führen. Auch bei der Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern wird eine kostenlose Energieberatung für Verbraucher*innen Pflicht, wenn im Zuge der Sanierung Berechnungen zur Energiebilanzierung angestellt werden.

Unternehmen, die im Rahmen einer Sanierung ein Angebot abgeben, müssen bereits im Angebot schriftlich auf die Pflicht zur Energieberatung hinweisen. Die Pflicht gilt, wenn die Energieberatung kostenlos angeboten wird.

Ergänzende Vorschriften zu Energieausweisen
Die Pflicht, bei der Vermietung oder beim Verkauf eines Hauses einen Energieausweis vorzulegen sowie die diesbezüglichen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen, gelten nun auch für Immobilienmakler. Aussteller von Energieausweisen müssen bestehende Gebäude vor Ort oder anhand geeigneter Fotos bewerten, um passende Maßnahmen zur Modernisierung zu empfehlen. CO2-Emissionen müssen im Energieausweis genannt werden.

Staatliche Förderung für erneuerbarer Energien und effiziente Energienutzung sind nun gesetzlich verankert
Das Gebäudeenergiegesetz sieht vor, effiziente Neubauten und die energetische Verbesserung von Bestandsgebäuden sowie die Nutzung erneuerbarer Energien finanziell zu fördern. Der Staat unterstützt, indem er bis zu 45% der Investitionen für klimafreundliche Heiztechnik oder Wärmedämmung übernimmt. Alternativ können steuerliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden, die über drei Jahre verteilt werden können.

Gut zu wissen: Für alle Bauvorhaben, die vor dem 1. November 2020 beantragt oder angezeigt wurden, gelten die bisherigen Regelungen.

(Mitteilung vom 12.03.2021)

Saisonstart für Solarthermie

Anlagen-Check durch die Energieagentur Kreis Ludwigsburg

Zwischen März und Oktober erzielen Solaranlagen fast 80 Prozent ihres Jahresertrags. Voraussetzung für einen möglichst hohen Energieertrag ist die fehlerfreie Funktionstüchtigkeit der Anlage und die richtige Kommunikation mit dem Kessel. Die Erfahrung zeigt, dass über 50% der Solarthermie-Anlagen schlecht oder gar nicht funktionieren.

Bei Verdacht auf einen geringeren Ertrag empfiehlt Kurt Schüle, Solarexperte der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA), eine zeitnahe Überprüfung der Anlagen, um eventuelle Schwachstellen aufzudecken. Hierfür eignet sich der „Solarwärme-Check“, den die Expert:innen der LEA unabhängig und neutral in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg anbieten. Er liefert Betreibern solarthermischer Anlagen wichtige Informationen zu Effizienz, Einstellungsmöglichkeiten und Funktionsweisen.

Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kosten die Checks nur 30 €. Anfragen werden unter Telefonnummer: 07141 68 893 0 direkt bei der LEA entgegengenommen.

 

Übrigens: am 27. März findet die Earth Hour 2021 des WWF statt. Um 20.30 Uhr Ortszeit gilt dann bei Millionen Menschen, tausenden Städten und Unternehmen auf der ganzen Welt für eine Stunde: Licht aus. Klimaschutz an. Gemeinsam setzen wir so ein globales Zeichen für den Klimaschutz und einen lebendigen Planeten.

(Mitteilung vom 19.03.2021)

Beim Einholen von Angeboten auch an die Umwelt denken

Ob Heizungserneuerung, Dachdämmung oder Fassadensanierung: Am Anfang steht die Überlegung, welche Randbedingungen wichtig sind. „Und hier sollten auch die Umweltaspekte und die Nachhaltigkeit nicht vergessen werden“, betont Martin Schork, Energieberater der LEA und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Kann die Nennleistung der neuen Heizung reduziert werden? Wird bei der Badsanierung eine effizientere Warmwasserbereitung bedacht? Soll bei der Neueindeckung des Daches eine zukünftige Solarstromanlage berücksichtigt werden?

All diese Randbedingungen und weitere Details können mit den Energie- und Sanierungsexpert:innen der Energieagentur besprochen werden. Sie erklären, welche Anforderungen den Handwerker:innen genannt werden sollten, wenn man die Angebote einholen möchte. Liegen bereits Angebote vor, können auch diese mit einer Energieberater:in besprochen werden. Gemeinsam lässt sich so prüfen, ob alle wesentlichen Leistungen im Angebot enthalten sind, damit im Nachhinein nicht doch noch weitere Kosten anfallen.

(Mitteilung vom 27.03.2021)

Sonnige Zeiten für Photovoltaik-Anlagen

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) stellt die neuen Möglichkeiten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor.

Entscheiden sich Hauseigentümer:innen für eine Photovoltaikanlage (PV), können sie sich ganzjährig über günstige Energie vom eigenen Hausdach freuen und sparen umweltfreundlich auch CO₂ ein.Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) trat am 01. Januar 2021 in Kraft und enthält besonders für private Besitzer einer PV-Anlage gute Nachrichten: Ab sofort müssen Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von 30 kWp und einem maximalen jährlichen Eigenverbrauch von 30 Megawattstunden keine EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom zahlen – dies gilt sowohl für Alt- als auch Neuanlagen.

Für den Eigenverbrauch aus Ü20-Anlagen (älter als 20 Jahre) bis 7 kWp müssen keine Smart-Meter installiert werden. Für den weiterhin ins Netz eingespeisten Strom kann zudem eine Vergütung mit dem Jahresmarktwert abzgl. Vermarktungskosten in Anspruch genommen werden.

Um neue Impulse für weitere innovative Dach- oder fassadenintegrierte Anlagen setzen zu können wird durch das EEG 2021 auch das Modell Mieterstrom für Vermieter endlich attraktiv. Der Mieterstrom ist von der Gewerbesteuer befreit. Die Anlagen bescheren den Vermietern keine steuerlichen Nachteile mehr. Auch der Mieterstromzuschlag wird angehoben.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat darüber hinaus das erfolgreiche Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ 2021 erneut aufgelegt. Damit können Batteriespeicher, die in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage installiert werden, wieder gefördert werden. Das Programm sieht einen „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ vor. Das heißt, bereits nach der Antragstellung können Aufträge vergeben werden und die Installation der Anlage und des Speichers kann erfolgen. Maßnahmen, die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021 begonnen wurden, können gefördert werden, wenn der Antrag spätestens bis zum 1. Juli 2021 gestellt wird. 

Die LEA ist Kooperationspartner des PV-Netzwerkes Region Stuttgart und weist auf einer Veranstaltung Ihres Netzwerkspartners, der Energieagentur Landkreis Böblingen hin. Im Rahmen der Veranstaltung am 15.04.2021 zum Thema Photovoltaik wird vor allem über die Änderungen und Erneuerungen des EEG informiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter: www.ea-bb.de

Haben Sie keine Zeit an der Veranstaltung teilzunehmen? Dann können Sie sich gerne direkt bei der Energieagentur Kreis Ludwigsburg kostenfrei und unabhängig beraten lassen. Informationen gibt es unter www.lea-lb.de oder Tel. 07141-68893-0.

(Mitteilung vom 31.03.2021)

Einfach und effektiv Heizkosten senken

Einmal im Jahr flattert sie in den Briefkasten: die Heizkostenabrechnung. Dieses Jahr könnte sie höher ausfallen, sagen die Expert:innen der Energieagentur Kreis Ludwigsburg. Bedingt durch die Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen im Home-Office, die Heizungen laufen häufiger als gewohnt. Dies spiegelt sich später in den Heizkosten wider. Ab 2021 kommt ein neuer Preisfaktor hinzu. Mit der seit dem 1. Januar geltenden CO₂-Bepreisung werden die Heizkosten steigen. Für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO₂) sind 25 Euro zu zahlen, 2022 sind es 30 Euro, in den Folgejahren bis 2025 erhöht sich der Beitrag auf bis zu 55 Euro. Für Verbraucher:innen bedeutet das in diesem Jahr bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung etwa 60 Euro Mehrkosten bei einer Gasheizung, bei einer Ölheizung sogar 80 Euro.

Oft helfen schon kleine Maßnahmen das Heizen zu optimieren und Kosten zu senken:

  • Befreien Sie Heizkörper von Verkleidungen, Möbeln, Vorhängen und auch von Staub, so kann der Heizkörper ungehindert den Raum erwärmen.
  • Heizen Sie kühlere Räume nicht mit der Luft aus warmen Räumen, sonst gelangt vor allem Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum und fördert damit die Schimmelpilz-Bildung.
  • Lüften Sie mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern um die Raumluft schnell auszutauschen.
  • Beim Thermostat kann die Wunschtemperatur in Abstufungen von 3 bis 4°C eingestellt werden; auf Stufe 3, etwa 20 °C, wird „Wohlfühlwärme“ erreicht. Nachts sollte der Thermostat heruntergedreht werden.

Möchten Sie wissen, wie Ihr Heizungsverbrauch im Vergleich zum Durchschnitt liegt, können Sie dies kostenlos bei co2online checken.

(Mitteilung vom 09.04.2021)

Ab Mai neue Regeln für Energieausweise

Künftig wird die Höhe der CO₂-Emissionen in den Energieausweis aufgenommen. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau BW und die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) hin. Die Änderungen sollen die Aussagekraft der Ausweise verbessern. Relevant werden die Änderungen nicht nur für neue Energieausweise, sondern auch für 10 Jahre alte Ausweise, da Energieausweise generell nur 10 Jahre gültig sind und deshalb erneuert werden müssen.

Der Ausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden, wenn ein Gebäude neu vermietet, verkauft oder verpachtet wird. Das gilt nicht nur für Eigentümer, sondern künftig auch für Makler. Die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen bleiben unverändert. Dazu zählen die Energieeffizienzklasse, der Wärme-Energieträger, die Angabe des Endenergiebedarfs oder des Endenergieverbrauchs und die Art des Energieausweises. Die Veröffentlichungspflicht gilt für alle Inserate in Zeitungen oder kostenpflichtigen Internetseiten.

Was bislang schon bei Bedarfsausweisen der Fall ist, gilt ab Mai auch bei Verbrauchsausweisen: Die energetische Qualität des Gebäudes muss detailliert angegeben werden, und Aussteller der Verbrauchsausweise müssen künftig die bestehenden Gebäude vor Ort in Augenschein nehmen oder anhand geeigneter Fotos bewerten, um passende Maßnahmen zur Modernisierung zu empfehlen.

Vielen Eigentümern ist unklar, welchen Energieausweis sie beauftragen sollen. Für Käufer und Mieter von Ein- oder Zweifamilienhäusern ist der Bedarfsausweis teilweise Pflicht und am besten geeignet, denn er zeigt den berechneten Energiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Er macht den energetischen Zustand des Gebäudes transparent und weist so auf Kostenfallen hin. Bei Mehrfamilienhäusern hat ein Durchschnitt der Verbrauchswerte unterschiedlicher Bewohner genügend Aussagekraft, um einen Verbrauchsausweis einzusetzen.

(Mitteilung vom 17.04.2021)

Energiesparen im Garten

Glücklich ist, wer in diesen Zeiten einen Garten sein Eigen nennen kann, sei er auch noch so klein.

Und gerade in kleinen Gärten sind elektrische Gartengeräte häufig überflüssig, haben die Energieexperten der Energieagentur Kreis Ludwigsburg festgestellt. Anstatt zum Elektrorasenmäher zu greifen, tut es beispielsweise auch der Handrasenmäher. Damit werden nicht nur Anschaffungs- und Stromkosten eingespart, sondern das Mähen stört die Nachbarn nicht und sportlicher wäre es ohnehin. Auch auf viele andere elektrische Geräte kann gänzlich verzichtet werden, wie Laubbläser und Heckenschere.

Ein Gartenteich kann ein echter Hingucker sein. Dafür sind Pumpen und Filter notwendig, und diese werden in den meisten Fällen mit Strom betrieben und lassen den Zeiger des Stromzählers ordentlich drehen. Um dem hohen Stromverbrauch vorzubeugen, können Teichpumpen mit Solarzellen eingesetzt werden.

Für den selbstproduzierten Solarstrom im Garten sind sogenannte Single-Module bzw. Plugin-Module mit integriertem Ladestromregler und einem Solarakku geeignet. Diese Solarmodule können an der Gartenlaube angebracht werden und laden bei Sonnenschein die Batterie auf. Damit können Elektrogeräte mit 12 bis 14 Volt Gleichspannung, wie zum Beispiel LED-Leuchten, betrieben werden. Viele Solarmodule gibt es auch mit einem integrierten Wechselrichter, der für eine Spannung von 230 Volt sorgt. Grundsätzlich gilt, dass auch solche kleineren Gartenmodule mit Wechselrichter nur mit fachmännischer Hilfe eines Elektrikers angeschlossen werden sollten.

(Mitteilung vom 23.04.2021)

Komfort rauf, Emissionen runter!

Ambitionierter Klimaschutz fordert Einsatz – das aktuelle deutsche Klimaschutzziel für das Jahr 2030 lautet: 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Emissionen im Gebäudesektor sogar um zwei Drittel sinken.

Mit dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung werden für die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Heizungen und Kraftstoffe erstmalig seit diesem Jahr 25 Euro pro Tonne CO₂ fällig. Schritt für Schritt wird dieser Preis angehoben, so sind es 2022 schon 30 Euro und im Jahr 2025 bereits 55 Euro. Das Programm beinhaltet aber nicht nur Belastungen für den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern belohnt auf der anderen Seite klimafreundliches Verhalten. Die Förderungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren sind auf einem Höchststand. Beim Tausch einer Öl- oder Gasheizung gegen eine klimafreundliche Anlage ist beispielsweise ein Zuschuss von bis zu 55 Prozent möglich.

Mehr als die Hälfte des Gebäudebestands wurde vor 1977 errichtet, also vor der ersten Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz. Daher ist auch die Erneuerung der Gebäudehülle ein wichtiger Baustein bei der Reduktion der Emissionen im Gebäudesektor. Auch die energetische Sanierung der Gebäudehülle (u.a. Dach, Fassade, Fenster, Dach) wird mit bis zu 55 Prozent der Investitionskosten ab dem 01. Juli 2021 sehr hoch gefördert. Wer die Gunst der Stunde nutzt und mit staatlicher Unterstützung das Eigenheim saniert, erhöht nicht nur den Wert des Gebäudes, sondern auch die Unabhängigkeit von der Preisentwicklung fossiler Brennstoffe und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Quasi nebenbei geht das mit einer deutlichen Erhöhung des Komforts einher.

Für Fragen zu den aktuellen Förderprogrammen und zu Energieeffizienzmaßnahmen bietet die Energieagentur Kreis Ludwigsburg Beratungen an. Die Erstberatung ist für alle Bürger:innen der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos und kann unter Telefonnummer: 07141 68 893 0 vereinbart werden. Weiterführende Informationen gibt es auf www.lea-lb.de.

(Mitteilung vom 30.04.2021)

Sanierungsfahrplan – Ihr Wegweiser zur cleveren Sanierung

Historisch hohe Förderungen von bis zu über 50 Prozent einerseits und steigende Gas- und Ölpreise durch die CO₂-Bepreisung andererseits – die Randbedingungen im Gebäudebereich stehen auf Sanierung. Wie wäre das konkrete Vorgehen für Ihr Gebäude? Ein Sanierungsfahrplan zeigt sinnvolle Maßnahmen und deren Kosten, Fördermöglichkeiten und Einsparpotentiale auf.

Dabei wird nicht nur die Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) selbst hoch gefördert – es gibt auch höhere Sanierungszuschüsse für anschließend umgesetzte Maßnahmen. Darauf weisen die Expert:innen der Energieagentur Kreis Ludwigsburg hin.
Zunächst wertet ein:e Energieberater:in die bestehende Situation aus: Welche Maßnahmen sind in näherer Zukunft zum Werterhalt des Hauses notwendig? Wie viel Energie verbraucht das Gebäude im aktuellen Zustand? Gemeinsam werden Sanierungsvorschläge erarbeitet, die einfach verständlich und grafisch übersichtlich dargestellt werden. Grundsätzlich kann zwischen schrittweiser Sanierung und der Sanierung in einem Zug unterschieden werden. Insbesondere bei unsanierten Gebäuden von vor 1977 ist die Gesamtsanierung dank höchster Förderung von bis zu über 50 Prozent und einer Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent oft die wirtschaftlichste Option. Aber auch bei einer schrittweisen Sanierung profitieren Sie von 25 Prozent Zuschuss je Schritt.

Der iSFP wird mit bis zu 80 Prozent gefördert. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern werden maximal 1.300 €, bei größeren Wohngebäuden maximal 1.700 € ausgezahlt. Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten einen weiteren Zuschuss von 500 €.

Zugelassene Energieberater:innen finden Sie unter www.lea-lb.de/energieberater-netzwerk oder www.energie-effizienz-experten.de. Manche Handwerker:innen sind ebenfalls zugelassen, aber nicht dort gelistet.
Für weitere Fragen steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 14.05.2021)

Mit Serieller Sanierung schnell zum energieeffizienten Haus

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 7. Mai das neue Förderprogramm „Bundesförderung Serielle Sanierung“ gestartet. Mit dem Programm sollen neue Impulse für die Gesamtenergieeffizienz im Gebäudebereich gesetzt werden. Die Serielle Sanierung hat Vorteile für Eigentümer:innen und Mieter:innen.

Die Serielle Sanierung ist eine neue Methode zur Gebäudesanierung. Mit vorgefertigten Dach- und Fassadenelementen sowie vorgefertigter Haus- und Anlagentechnik sollen Gebäude schnell und effektiv energetisch saniert werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Sanierung verringert sich der zeitliche Aufwand deutlich, da die stark vorgefertigten Komponenten einfach und schnell verbaut werden können.

In Deutschland sind industrielle Ansätze bei der Gebäudesanierung noch weitgehend unbekannt. Im Klimaschutzprogramm 2030 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurde daher die Förderung der Seriellen Sanierung beschlossen. Um die Klimaschutzziele noch zu erreichen, muss sich die aktuelle Sanierungsrate verdoppeln. Und das vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftemangels, steigender Sanierungskosten und -zeiten und deswegen hoher Mieterbelastungen. Dem kann die Serielle Sanierung entgegenwirken und stellt somit einen wichtigen Baustein zur Erreichung der Energiewende und der Klimaschutzziele bis 2050 dar.

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) bietet am 10. Juni 2021 von 15.00 - 18.00 Uhr ein Online-Seminar zur Seriellen Sanierung für Energieeffizienz-Expert:innen an:
Energieberater:innen, Architekt:innen, Planer:innen, Ingenieur:innen und Handwerker:innen erhalten eine Einführung in die Serielle Sanierung und die Möglichkeit, deren Ansatz und Rahmenbedingungen zu diskutieren. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Juni per E-Mail an lisa.glinski@lea-lb.de oder unter www.lea-lb.de möglich.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter 07141/68893-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 21.05.2021)

Jetzt E-Lastenfahrrad für die Firma anschaffen – und von der neuen Förderrichtlinie profitieren

Das Bundesumweltministerium fördert seit dem 1. März nun auch die Anschaffung von leichteren E-Lastenfahrräder. Förderfähig sind bis zu 25 Prozent der Anschaffungskosten.

Die sogenannte E-Lastenrad-Richtlinie bietet Unternehmern die Chance, Arbeits- und Lieferwege zu optimieren, Betriebskosten zu sparen und gleichzeitig den innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. weist darauf hin, dass mit der neuen Richtlinie die Fördervoraussetzungen für elektrisch betriebene Lastenfahrräder attraktiver werden. Unter anderem wurden die Vorgaben für die Nutzlast und das Transportvolumen gesenkt.

Wer? Von der Förderung können nicht nur private Unternehmen profitieren, sondern auch Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Kommunen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie rechtsfähige Vereine und Verbände.

Was? Gefördert wird die Anschaffung von E-Lastenfahrräder (Lasten-Pedelecs) und Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung (E-Lastenfahrradanhänger) für den fahrradgebundenen Lastenverkehr in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und im kommunalen Bereich. Förderfähig sind 25 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung, maximal jedoch 2.500 Euro pro E-Lastenfahrrad.

Wo? Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem elektronischen Antragsverfahren gestellt werden.

Wichtig! Antragsstellende müssen mit der Bestellung des E-Lastenfahrrads warten, bis sie den Bewilligungsbescheids des BAFA erhalten haben. Erst danach darf der Kaufvertrag unterzeichnet oder die Bestellung ausgelöst werden. Vom Antragseingang bis zur Förderzusage dauerte es laut dem Bundesumweltministerium bisher im Schnitt aber nur acht Tage.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 28.05.2021)

Solar-Wäschetrockner und Co. - Tipps fürs Energiesparen im Sommer

Die hellen, warmen Sommertage bergen jede Menge Energie- und Geldsparpotenziale – wenn man die sommerlichen Stromfresser stoppt. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) zeigt mit einigen Tipps, wie leicht in den heißen Monaten gespart werden kann.

Tipp Nummer Eins:Ein Wäschetrockner ist praktisch. Doch die Geräte sind wahre Stromfresser. Einmal Trocknen kostet rund 1 Euro und damit drei- bis viermal so viel wie der Waschgang davor. Geben Sie dem Wäschetrockner hitzefrei und nutzen Sie stattdessen den kostenlosen Solar-Wäschetrockner, den jeder vor der Haustür hat: die Wäscheleine. So einfach kann Energiesparen sein.

Tipp Nummer Zwei: Klimaanlagen müssen nicht sein. Wer richtig lüftet und für Schatten sorgt, kann an heißen Sommertagen viel Geld und Strom sparen. Außenrollos schützen besonders gut, weil sie die Hitze noch vor der Fensterscheibe abfangen. Können sie nicht montiert werden, weil die baulichen Gegebenheiten oder der Vermieter es nicht zulassen, fangen Innenjalousien immerhin noch einen Teil der Hitze ab.

Tipp Nummer Drei:Er läuft im Sommer auf Hochtouren: der Kühlschrank. Er sorgt auch an warmen Tagen zuverlässig für frische Lebensmittel und gekühlte Getränke. Allerdings kann bereits eine zwei Millimeter dünne Eisschicht den Stromverbrauch um 15 Prozent erhöhen. Kühlschrank und Gefrierfach regelmäßig zu enteisen, spart daher bares Geld.

(Mitteilung vom 04.06.2021)

Photovoltaikanlage mieten oder kaufen?

Solarkraft liegt im Trend: Man nutzt die Sonne als kostenlose Energiequelle, ist damit unabhängiger und kann Stromkosten sparen. Neben dem Kauf von Photovoltaikanlagen etabliert sich seit einiger Zeit ein neues Modell: die Photovoltaikanlage fürs eigene Dach mieten. Damit können hohe Investitionskosten vermieden werden. Viele stehen daher vor der Frage: Photovoltaikanlage mieten oder kaufen?

Ähnlich wie das Leasing eines Autos wird eine Photovoltaikanlage gegen die Zahlung einer Pacht auf das Hausdach gesetzt. Hausbesitzer:innen stellen lediglich Dachfläche zur Verfügung. Während der Vertragslaufzeit kann der produzierte Strom nicht nur ins Netz eingespeist werden, sondern kann auch selbst, gegen Zahlung festgelegter Gebühren, genutzt werden. Bei seriösen Angeboten erhalten die Anlagenpächter die Vergütung für den Teil des Solarstroms, der ins Netz eingespeist wird.

Die Miete oder Pacht kann am Ende aber teurer ausfallen als ein Kauf. Die Verbraucherzentrale BW empfiehlt deshalb, die Vertragsbedingungen vorab gründlich zu prüfen. Beispielsweise ist die Miete nur dann zu zahlen, wenn die Anlage wie versprochen Strom produziert und wenn Wartungen und Reparaturen durchgeführt werden. Die monatlichen Belastungen sollten sich mit den Einnahmen wieder aufheben, empfiehlt auch die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA). Da diese jedoch maßgeblich durch den Eigenverbrauch beeinflusst werden, ist eine individuelle Betrachtung sinnvoll.

Expert:innen der LEA bieten unabhängige und kostenlose Hilfe an – von der Beurteilung der Angebote bis zur Anschaffung einer Anlage. Interessant ist auch der Eignungscheck Solar, wobei geprüft wird, ob sich das Haus für eine Photovoltaikanlage eignet. Beratungstermine können bei der LEA unter 07141/68893-0 vereinbart werden. Mehr Informationen auf www.lea-lb.de

Finden Sie weitere Informationen zum Thema Solar in der Podcast-Reihe der VZ.

(Mitteilung vom 12.06.2021)

Schlaflos durch die Sommerhitze

Hilfreiche Tipps von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V.

Wir alle freuen uns im Sommer über steigende Temperaturen und Sonnenstrahlen. Doch die Sonne sorgt auch oft für unerträgliche Hitze - besonders Räume in schlecht gedämmten Gebäuden heizen sich schnell über 30°C auf und bescheren uns schlaflose Nächte.

Lassen Sie die Sommerhitze gar nicht erst in die Wohnung herein. Schließen Sie tagsüber Fenster und Türen, lüften Sie abends und morgens – im Idealfall so lange, wie die Temperatur draußen kälter ist als drinnen. Öffnen Sie die Fenster weit, um für Durchzug zu sorgen.
Besonders viel Hitze dringt durch Balkontüre und Fenster ein. Ein Sonnenschutz sollte grundsätzlich außen angebracht werden, um effektiv die Sonnenstrahlen abzuwehren. So gelangt die Wärme erst gar nicht in den Raum. Können Sie den Sonnenschutz nur innen anbringen, achten Sie auf Systeme mit weißen oder reflektierenden Oberflächen mit geringer Transparenz.
Nicht nur die Sonne heizt Ihre Wohnung auf: Auch elektrische Geräte produzieren im Dauerbetrieb Wärme. Ziehen Sie den Stecker, so vermeiden Sie auch den heimlichen Stromverbrauch im Stand-by-Modus. Bitte beachten Sie, dass Klimageräte die Stromkosten erhöhen. Für ein kühles Lüftchen reicht oft auch ein Ventilator oder effizientes Lüften.
Die Heizung sollte im Sommer abgeschaltet oder auf Sommerbetrieb eingestellt werden. Wenn die Heizung auch für Warmwasser genutzt wird, ist das nicht immer möglich. Eine gute Lösung kann eine zusätzliche Steuerung für die Warmwasserzirkulation sein.
Auch Dämmen des Gebäudes kann sinnvoll sein. Das Eindringen der Sommerhitze über Wände und Dach wird von Dämmstoffen verzögert. Diese reduzieren den Wärmefluss in beide Richtungen – im Sommer von außen nach innen, im Winter umgekehrt.

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale bietet die Energieagentur kostenlose Beratungen an. Termine können unter 07141/688 93-0 vereinbart werden.
Weitere Informationen unter www.lea-lb.de.

(Mitteilung vom 18.06.2021)

Die Energiewende selbst in die Hand nehmen!

Das PV-Netzwerk Region Stuttgart und die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. laden zur kostenlosen Online-Veranstaltung "Symposium Bürgerenergie" am 13.07.2021 von 18:00 - 20:00 Uhr ein.

Als Bürgerenergie werden verschiedene finanzielle Beteiligungsmodelle von Bürger:innen am Ausbau der erneuerbaren Energien zusammengefasst – meist in Form von Genossenschaften. Interessierte Bürger:innen erhalten im Symposium Bürgerenergie einen Einblick in die Bürgerenergie und wie die Vernetzung der Bürgergenossenschaften weiter gefördert werden kann. Es wird gezeigt, wie die dezentrale Energiewende einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen der CO₂-Reduktionsziele leisten kann. Bürger:innen haben es selbst in der Hand!

Im ersten Teil der Veranstaltung wird in einem Auftaktvortrag der aktuelle Stand der Bürgerenergie dargestellt. Anschließend gewähren Vertreter von zwei Bürgerenergiegenossenschaften Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu den Themen Strom und Wärme. Im zweiten Teil der Veranstaltung geben Expert:innen und Vertreter:innen von Bürgergenossenschaften verschiedenster Ausrichtung in Workshops ihr Wissen weiter und stehen bei Fragen als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. Zudem wird den Teilnehmenden Raum gegeben, um ihr Engagement zu präsentieren und voneinander lernen zu können. Die Veranstaltung wird mit einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen der Bürgerenergie geschlossen.

Freuen Sie sich auf aktuelle Informationen zur Bürgerenergie und auf Möglichkeiten der Vernetzung mit Akteur:innen. Eine Anmeldung ist bis zum 13. Juli um 12 Uhr per E-Mail an lisa.glinski(@)lea-lb.de oder unter www.lea-lb.de möglich.

(Mitteilung vom 25.06.2021)

Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen erhöht

Künftig sind bis zu 50 Prozent Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen möglich. Damit steigen die staatlichen Zuschüsse auf maximal 75.000 Euro pro Wohneinheit. Darauf weist die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. hin.

Die verbesserte Förderung ist Teil der zweiten Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die zum 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Damit werden die bisherigen Förderprogramme gebündelt und mit attraktiven Neuerungen optimiert. Wie bisher gilt die BEG auch weiterhin für alle energetischen Baumaßnahmen bei Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden, sowohl was den Neubau betrifft als auch die energetische Sanierung. Förderfähig sind Gesamtsanierungen, aber auch Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden.

Neu aufgenommen ist die Effizienzhausklasse 40 mit einer besonders hohen Förderung. Ein Bonus von fünf Prozentpunkten ist möglich für alle, die nach der Sanierung überwiegend erneuerbare Energien nutzen. Förderfähige Einzelmaßnahmen sind beispielsweise der Kauf von Erneuerbare-Energien-Heizungen wie Wärmepumpen, Dämmmaßnahmen an Fassade, Dach und Kellerdecke oder das Einsetzen neuer Fenster. Für das Ersetzen einer Ölheizung durch eine Erneuerbare-Energien-Heizung gibt es einen zusätzlichen Förderbonus.

Auch für die Baubegleitung gibt es seit dem 1. Juli mehr Fördergeld. Förderfähig ist die Beratung durch Energieeffizienzexperten sowohl bei Ein- als auch bei Mehrfamilienhäusern.

Mit den neuen Regelungen ist die Sanierungsförderung so attraktiv wie noch nie. Die Expert:innen der LEA können aufzeigen, wie dieses Förderangebot optimal genutzt werden kann. Die Energieagentur bietet kostenlose Beratungstermine zu diesen und anderen Energiethemen an. Termine können unter Tel.-Nr. 07141 / 688 93-0 vereinbart werden. Weitere Informationen finden Sie auf www.lea-lb.de.

(Mitteilung vom 02.07.2021)

Solarthermie: regelmäßige Überprüfung der Anlagen notwendig

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) bietet kostengünstige Anlagen-Checks an.


Viele Hausbesitzer:innen haben sich in den letzten Jahren für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung entschieden. Das verwundert nicht, schließlich ist die Sonnenwärme kostenlos. In Deutschland sind mittlerweile circa 20,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert – meist auf Ein- und Zweifamilienhäusern. So werden Heizkosten auf umweltfreundliche Art und Weise gespart.

Eine Solarthermieanlage kann im Jahresverlauf für etwa 60 Prozent der benötigten Energie für die Warmwasserbereitung sorgen. In den Sommermonaten sollte es dadurch möglich sein, den normalen Heizkessel komplett abzustellen. Voraussetzung für einen möglichst hohen Energieertrag ist die fehlerfreie Funktionstüchtigkeit der Anlage und die richtige Kommunikation mit dem Kessel. Die Erfahrung zeigt, dass über 50 Prozent der Solarthermie-Anlagen schlecht oder gar nicht funktionieren.

Bei Verdacht auf einen zu geringen Ertrag empfiehlt Kurt Schüle, Solarexperte der LEA, eine zeitnahe Überprüfung der Anlagen. So können eventuelle Schwachstellen aufgedeckt werden. Hierfür eignet sich der „Solarwärme-Check“, den die Expert:innen der LEA unabhängig und neutral in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg anbieten. Er liefert wichtige Informationen zu Effizienz, Einstellungsmöglichkeiten und Funktionsweisen von Solarthermie-Anlagen.

Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kosten die Checks nur 30 €. Anfragen werden unter 07141/688 93-0 direkt bei der LEA entgegengenommen.

(Mitteilung vom 09.07.2021)

Lastenrad als Autoersatz – nachhaltig, umwelt-freundlich, praktisch!

Den Einkauf für die Großfamilie ohne Auto erledigen? Waren ausliefern ohne Stau, Parkplatzsuche und Abgase? Mit einem Lastenrad ist das problemlos möglich. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps zum Umstieg aufs Cargo Bike.

Lastenräder haben in den letzten Jahren einen regelrechten Hype erlebt. Kein Wunder, denn sie bieten viele Vorteile. Durch ihr hohes Ladevolumen und platzsparendes Design können Lastenräder eine Alternative zum Auto sein und so zum Klimaschutz und zur Verkehrswende beitragen. Sie bieten Unternehmen die Chance, Arbeits- und Lieferwege zu optimieren, Betriebskosten zu sparen und gleichzeitig die Innenstädte von Abgasen und Lärm zu entlasten. Aber auch im privaten Bereich zahlt sich der Umstieg aufs Lastenrad aus. Die lästige Parkplatzsuche in der Stadt entfällt und der Feierabendverkehr kann beim Wocheneinkauf oder dem Transport von Kindern einfach umfahren werden. Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hält außerdem automatisch fit.

Im gewerblichen Bereich wird der Kauf von Lastenrädern zudem staatlich bezuschusst. Unternehmen, Selbstständige und Vereine können sich E-Lastenfahrräder und E-Lastenfahrradanhänger mit 25 Prozent der Anschaffungskosten, maximal aber mit 2.500 Euro pro Stück, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern lassen. Manche Städte und Kommunen bieten auch eine Förderung für die Anschaffung von Lastenrädern im privaten Bereich an.

Wer jetzt Lust auf eine Probefahrt bekommen hat, kann sich einfach mal ein Lastenrad ausleihen. Im Landkreis Ludwigsburg ist das in Marbach beim Freien Lastenrad Marbach, in Kornwestheim bei Zweiradsport Luithardt oder in Ludwigsburg am MehrGenerationenHaus in Grünbühl-Sonnenberg möglich. Momentan können die Lastenräder sogar kostenlos oder gegen Spenden ausgeliehen werden.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 16.07.2021)

Wie kann mein Haus klimaneutral werden?

Noch nie waren die Rahmenbedingungen günstiger, das eigene Haus so zu sanieren, dass es (nahezu) klimaneutral wird. Auf der einen Seite steigen die Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas, auf der anderen Seite gibt es Fördergelder für die energetische Sanierung. So ist es möglich, etwas für den Klimaschutz zu tun und dabei sowohl den Wert des Hauses als auch den Wohnkomfort zu steigern.

Welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind, um das eigene Haus energetisch fit zu machen, hängt vom jeweiligen Zustand ab – oft ist es ein Paket aus verschiedenen Maßnahmen wie Dämmung der Fassade in Kombination mit besseren Fenstern, eine hochwertige Dachsanierung, ein neues Heizungs- und Belüftungssystem. Zusätzlich kann eine Photovoltaikanlage auf dem Dach für Strom sorgen, der selbst verbraucht oder für eine feste Vergütung ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Wie eine klimaneutrale Sanierung gelingen kann, zeigt der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP). Dazu bewertet ein:e Energieberater:in das individuelle Gebäude: Welche Maßnahmen sind in näherer Zukunft zum Werterhalt des Hauses sowieso notwendig? Welche Kosteneinsparungen sind durch die Sanierung möglich? Es werden einfach verständlich und grafisch übersichtlich Sanierungsvorschläge erarbeitet.

Sowohl der Sanierungsfahrplan als auch die energetische Sanierung werden gefördert. Hausbesitzer:innen können ihr Haus in einem Zug oder schrittweise sanieren – der Sanierungsfahrplan zeigt eine sinnvolle Reihenfolge auf. Vor allem bei unsanierten, vor 1977 erbauten Gebäuden ist eine Sanierung in einem Zug oft die wirtschaftlichste Lösung. Denn hier sind sowohl die Förderquoten als auch die Energieeinsparung besonders hoch.

Zugelassene Energieberater:innen finden Sie unter www.lea-lb.de/energieberater-netzwerk oder www.energie-effizienz-experten.de. Bei weiteren Fragen können Sie sich telefonisch unter Telefonnummer: 07141 68 893-0 an die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. wenden.

(Mitteilung vom 23.07.2021)

Nachhaltig reisen: unbeschwert den Urlaub genießen

Die Ferien haben begonnen. Wer möchte da nicht mit gutem Gewissen im Liegestuhl entspannen oder auf abenteuerlichen Touren den Alltag hinter sich lassen? Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps für einen klima- und umweltfreundlichen Urlaub.

Mehr als die Hälfte der Deutschen würden ihre Urlaubsreise gerne nachhaltig gestalten. Das ergab eine Umfrage des Bundesumweltministeriums. Wer klima- und umweltfreundlich verreisen möchte, sollte auf Flugreisen und möglichst auch auf eine Anreise mit dem Auto verzichten. Es gibt viele Möglichkeiten, Urlaubsziele mit der Bahn, dem Bus oder dem Fahrrad zu erreichen. Tipps für Reisen mit Bus und Bahn in die schönsten Naturparke in Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt die Kooperation „Fahrtziel Natur“. Die Initiative wird von den drei Umweltverbänden BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn getragen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von Fahrtziel Natur.

Am Bodensee die Füße im Wasser kühlen, im Taubertal Schlösser und Burgen bestaunen oder im Allgäu über die Almweiden wandern - manchmal liegt das Gute direkt vor der Haustür: Baden-Württemberg bietet unzählige lohnenswerte Ziele mit kurzer Anreise. Viele Wanderregionen sind gut mit Bus und Bahn erreichbar. Im Schwarzwald können Urlauber gratis den ÖPNV benutzen. Möglich macht das die KONUS-Karte, an der neun Verkehrsverbünde und 150 Ferienorte beteiligt sind.

Auch für einen Radurlaub ist Baden-Württemberg sehr gut geeignet. Allein 19 Landesradfernwege laden auf 4500 Kilometern zu Radtouren durch vielfältige Landschaften ein. Bei der Suche nach den schönsten Strecken und der optimalen Verknüpfung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hilft der Radroutenplaner für Baden-Württemberg.

(Mitteilung vom 30.07.2021)

Sonnenstrom für alle: Vom Balkon in die Steckdose

Auch Mieter:innen und Wohnungseigentümer:innen können ihren eigenen Solarstrom erzeugen – einfach, lukrativ und klimaneutral.

„Die Geldersparnis ist natürlich eine tolle Sache. Viele sind aber vor allem von der Technik begeistert und prüfen von Zeit zu Zeit den aktuellen Ertrag oder die Tagesernte“, erläutert der Energieberater Joshua Lampe von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA).

Möglich ist dies mit Stecker-Solargeräten, auch Balkonmodule oder Mini-Solaranlagen genannt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Dach-Solaranlagen können diese selbst am Balkon montiert oder im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Über eine reguläre Steckdose können die Stecker-Solargeräte in das Wohnungsstromnetz einspeisen und die dort angeschlossenen Geräte mit Strom versorgen. Reicht der Strom vom Balkon nicht für den Betrieb der Haushaltsgeräte aus, fließt einfach Strom vom Versorger aus dem Netz dazu.

Die Kosten für ein Stecker-Solargerät liegen bei nur noch 350 bis 400 Euro. Jährlich können bis zu 60 Euro Stromkosten eingespart werden – das Modul macht sich so nach 6 Jahren bezahlt. Dabei können die Solargeräte 20 Jahre und länger Strom produzieren. „Die Stecker-Solargeräte treffen den Nerv der Zeit – grünen Strom zu Hause selbst zu produzieren ist sinnvoll und macht Spaß.“, fasst Joshua Lampe zusammen.

Die Expert:innen der Energieagentur beraten Sie gerne unabhängig und neutral zu Photovoltaik-Anlagen und beantworten Fragen rund um Energie und Klimaschutz. Diese Erstberatung ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos. Termine können direkt bei der LEA unter Telefonnummer: 07141 68 893-0  vereinbart werden.

Weiterführende Informationen finden Sie auf www.lea-lb.de. Die Energieberatungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

(Mitteilung vom 16.08.2021)

Neuer Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) zum Klimawandel

Schneller und folgenschwerer als bisher erwartet.

Während wir noch die Bilder der Hochwasserkatastrophe vor Augen hatten, schockierten uns nur wenige Tage später die Berichte von den Bränden in Griechenland und der Türkei. Der am 09. August erschienene Sachstandsbericht IPCC sagt es so deutlich wie nie zuvor: der Klimawandel wird vom Menschen verursacht und wirkt sich bereits heute verheerend auf Wetter- und Klimaextreme auf der ganzen Welt aus, wie die Zunahme von Hitzewellen, Starkniederschlägen, Dürren und tropischen Wirbelstürme zeigt.

Bereits in den frühen 2030er Jahren könnte eine Erwärmung von 1,5 Grad erreicht werden. Das Zeitfenster ist klein, aber noch ist es möglich die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Aber selbst dann wird der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa 60 cm steigen.

Der IPCC-Bericht zeigt eindringlich, was passieren würde, wenn die Staatengemeinschaft das Pariser Klimaschutzabkommen nicht umsetzt. Damit die junge und zukünftige Generation nicht diesen extremen und unumkehrbaren Klimafolgen ausgesetzt ist, ist es umso wichtiger, die Emissionen rasch zu senken und in den nächsten 1,5 Jahrzehnten klimaneutral zu werden.

Wie das geht, ist klar und es ist technisch bereits jetzt machbar: Wir brauchen eine Abkehr von Kohle, Öl und Erdgas und einen schnellen Ausbau von Sonnen- und Windkraft. Konkret in unserer Region bedeutet es vor allem die Installation von PV-Modulen, Austausch von Heizungsanlagen, die bisher mit Öl oder Erdgas betrieben werden, sowie einen Ausbau von Elektromobilität und ÖPNV.

Für alle Fragen rund um Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeinsparungen steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 20.08.2021)

  

Klimafreundlich heizen mit erneuerbaren Energien

Immer noch werden knapp 75 Prozent der Heizungen mit Öl oder Gas betrieben. Der Ausstoß von Kohlendioxid bestehender Gebäude ist dadurch viel zu hoch.

Eine Alternative zu fossil betriebenen Heizungen sind unter anderem Wärmepumpen. Sie heizen umweltfreundlich und eignen sich auch zur Trinkwassererwärmung. Im Neubau stehen Wärmepumpen inzwischen auf Platz eins der Heiztechnologie. Doch auch in Bestandsgebäuden funktionieren die Wärmeerzeuger immer besser und sind ökologisch vorteilhaft. Käufer von Wärmepumpen erhalten außerdem bis zu 45 Prozent der Investitionskosten. Hauseigentümer:innen sollten bei einem Heizungstausch deshalb prüfen lassen, ob die Technologie auch bei ihnen sinnvoll einsetzbar ist. Darauf weist die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. hin.

Den Großteil der Energie gewinnen die Geräte aus ihrer direkten Umwelt – der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Diese Wärmequelle ist nachhaltig und steht praktisch unbegrenzt zur Verfügung. Zum Antrieb benötigen sie elektrischen Strom, der hierzulande zunehmend aus Wind‐ und Solarenergie stammt. Das macht die Technologie immer klimafreundlicher. „Noch besser ist die möglichst umfangreiche Nutzung von Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Warmwasserspeicher“, rät Kurt Schüle, Energieberater der LEA.

Übrigens: Manche Wärmepumpen können im Sommer auch kühlen. Sie entziehen den Innenräumen über die Heizkörper Wärme und geben sie an die Luft, das Grundwasser oder das Erdreich ab. Im letzten Fall wird gleichzeitig der Untergrund für den nächsten Winter vorgewärmt.

(Mitteilung vom 27.08.2021)

„Ich gestalte Klimaschutz“ - LEA schreibt Stipendium aus

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) startet im Oktober eine Weiterbildung für Menschen, die im kommunalen Klimaschutz aktiv sind. Für die Teilnahme im Rahmen einer beruflichen Weiterqualifizierung schreibt die LEA ein Stipendium im Wert von 2000 € aus:

Städte und Gemeinden tragen die Hauptlast bei der Umsetzung der Klimaschutzziele – denn vor Ort, wo die Emissionen bisher entstehen, müssen sie in Zukunft vermieden werden. Um konkret am Ziel der Klimaneutralität zu arbeiten und damit Energiewende und Klimaschutz wirkungsvoll umzusetzen, brauchen Kommunen das entsprechende Fachpersonal. Im Rahmen einer neu konzipierten Weiterbildung bietet die Energieagentur ab Oktober einen Weiterbildungslehrgang für die Tätigkeit im kommunalen Klimaschutz. Teilnehmen können sowohl hauptamtlich im Klimaschutz Beschäftigte als auch Interessierte aus der Bürgerschaft.

Die Weiterbildung ist in vier Module gegliedert und startet am 22. Oktober 2021. Sie bietet einen Überblick über die Aufgaben im kommunalen Klimaschutz- und Energiemanagement, führt in die konkrete Umsetzung der Energie- und Wärmewende ein und erschließt die Herausforderungen und Lösungsansätze der klimagerechten Mobilität. Ergänzt wird dies um Schlüsselkompetenzen wie Projekt- und Zeitmanagement.

Um Interessierten den Einstieg in den kommunalen Klimaschutz als berufliches Tätigkeitsfeld zu erschließen, schreibt die LEA ein Stipendium für die Teilnahme an der Weiterbildung aus. Für das Stipendium bewerben kann sich jede:r, die:der in einer der LEA-Mitgliedskommunen lebt oder arbeitet und bisher nicht hauptberuflich im Klimaschutz tätig ist. Die Bewerbung erfolgt online. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2021.

Eine ausführliche Beschreibung der Fortbildung finden Sie hier.

(Mitteilung vom 10.09.2021)

Treibhausgasemissionen reduzieren mit Erdwärme

Klimafreundlich heizen geht ganz einfach: Erdwärme ist eine nachhaltige Alternative zur Nutzung von Heizöl oder Erdgas.

Im Inneren der Erde sind riesige Mengen an Wärme gespeichert. Diese Wärmemenge ist durch menschliche Nutzung quasi unerschöpflich. Deshalb gilt Erdwärme als eine erneuerbare Energiequelle. Bei der Nutzung von Erdwärme wird zwischen oberflächennaher und Tiefengeothermie unterschieden. Interessant für Hauseigentümer:innen und Bauherr:innen ist momentan aber vor allem die oberflächennahe Geothermie. Um die Wärme aus 2 bis 100 m Tiefe zur Beheizung und zur Trinkwasserversorgung des Gebäudes zu nutzen, wird eine Wärmepumpe benötigt. Zur Gewinnung der Wärme gibt es verschiedene Methoden: sie kann aus einem Grundwasserbrunnen, über Erdwärmekollektoren im Garten oder unter einer Ackerfläche, über Erdwärmesonden oder bei der Pfahlgründung eines Gebäudes durch Energiepfähle bereitgestellt werden.

Verschiedene Fördermöglichkeiten tragen dazu bei, dass die Erdwärmeheizung nicht nur zu einer ökologisch, sondern auch ökonomisch ausgesprochen guten Heizungsalternative geworden ist. Käufer:innen von Wärmepumpen erhalten bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Auch die Kosten für die Erdwärmebohrungen werden bezuschusst.

Im Gegensatz zu Außenluftwärmepumpen, die in Gebäuden mit generell niedrigem Energiebedarf eingesetzt werden, können die Erdwärmepumpen in Gebäuden mit höherem Wärmebedarf - bspw. im Sanierungsfall - vor allem bei winterlichen Außentemperaturen einen Effizienzvorteil ausspielen. Steht ein Heizungstausch oder die Auswahl einer Heizung für einen Neubau an, sollten sich Hauseigentümer:innen deshalb rechtzeitig informieren, ob auch an ihrem Standort die Nutzung von Erdwärme in Frage kommt, rät die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA).

(Mitteilung vom 17.09.2021)

Wie kommt die eigene Photovoltaikanlage aufs Dach?

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps für den Weg zur eigenen Photovoltaikanlage.

Hauseigentümer:innen sollte die Entscheidung für eine eigene Photovoltaikanlage leicht fallen. So können sie sich ganzjährig über günstige Energie vom eigenen Hausdach freuen und sparen gleichzeitig umweltfreundlich CO₂ ein.

Welche Komponenten werden benötigt?
Jede Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten. In den Solarzellen entsteht durch Sonnenlicht eine elektrische Spannung, die über einen Generator in Gleichstrom umgewandelt wird. Über einen Wechselrichter wird dieser direkt zu nutzbarem Wechselstrom. Der Strom wird dann entweder direkt verbraucht, über einen Batteriespeicher zum späteren Verbrauch gespeichert oder über einen Stromzähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch die gesunkene Einspeisevergütung des Bundes empfiehlt es sich, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms zu verbrauchen.

Wie groß soll die Anlage werden?
Da Solarzellen modular aufgebaut sind, können fast alle Anlagengrößen konzipiert werden. Eine Anlage mit einer Leistung von einem 1 KWp erzeugt etwa 1000 kWh Strom pro Jahr. Den durchschnittlichen Verbrauch eines 4-Personenhaushalts kann bereits eine Anlage im Leistungsbereich von 4 kWp decken.

Wo gibt es mehr Informationen?
Für Hauseigentümer:innen, die wissen möchten, ob ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, bietet die LEA eine kostenfreie, unabhängige und neutrale Telefonberatung an. Termine können telefonisch unter Telefonnummer: 07141 68 893-0 oder per E-Mail vereinbart werden.

Weiterführende Informationen finden Sie auf auf der Internetseite der Energieagentur. Die Energieberatungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

(Mitteilung vom 24.09.2021)

Nahwärmenetze: klimafreundlich und kostengünstig heizen

Wärmenetze können ganze Stadtteile effizient mit Wärme versorgen. Je mehr erneuerbare Energiequellen in ein Netz einspeisen, desto klimafreundlicher sind sie.

Nahwärmenetze leiten Wärme aus einer oder mehreren zentralen Heizanlagen über gut gedämmte Erdleitungen zu den Übergabestationen in Wohnhäusern oder Gewerbebauten. Mit Solarthermieanlagen steht eine erneuerbare Energiequelle zur Erzeugung der benötigten Wärme zur Verfügung. Im Winter kann ein so betriebenes Wärmenetz zum Beispiel durch ein Blockheizkraftwerk unterstützt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbe. So können verschiedene Wärmeerzeuger in einem Wärmenetz sinnvoll miteinander kombiniert werden. Diese sind dadurch meist besonders effizient, wirtschaftlich und umweltfreundlich.

Besonders geeignet sind Nahwärmenetze bei dichter Bebauung. So können auf kurzen Distanzen mit geringem Wärmeverlust viele Abnehmer versorgt werden. Die Versorgung mit Nahwärme hat neben der Klimafreundlichkeit weitere Vorteile für Hausbesitzer. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und damit verbundenen steigenden Preisen wird verringert. Und es fallen weniger Kosten für die Heizungstechnik an. So kann auf Schornstein, Gasanschluss oder ein Brennstofflager wie ein Öltank verzichtet werden. Stattdessen wird eine Wärmeübergabestation samt Wärmemengenzähler benötigt und bei Bedarf ein Wärmespeicher.

Neue Hausanschlüsse an bestehende Wärmenetze, in die mindestens 25% erneuerbare Wärme eingespeist wird, erhalten seit diesem Jahr attraktive Förderungen von 30 bis maximal 50 Prozent. Steht ein Heizungstausch oder die Auswahl einer Heizung für einen Neubau an, sollten sich Hauseigentümer:innen deshalb rechtzeitig informieren, ob der Anschluss an ein Wärmenetz möglich ist.

Für alle Fragen rund um Erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und Klimaschutz steht Ihnen die LEA auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 01.10.2021)

Heizkosten sparen und Klima schützen

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) erklärt, wie Wohnräume effizient geheizt und gelüftet werden.

Die Heizsaison steht vor der Tür. Gestiegene Gas- und Ölpreise sowie der CO₂-Preis führen zu steigenden Heizkosten für viele Haushalte. Gegensteuern lässt sich durch richtiges Heizen und Lüften. So sollte der Thermostat nicht höher als auf Stufe 3 stehen. Denn auf Stufe 4 und 5 wird die Wohnung nicht schneller warm. Auch regelmäßiges Stoßlüften ist wichtig. Stehen die Fenster dagegen längere Zeit in Kippstellung, sind die Wärmeverluste groß. Ein Wärmestau an den Heizkörpern durch zu nah platzierte Möbel oder das Abdecken der Heizkörper durch Vorhänge sollten vermieden werden. Es lohnt sich zudem, im Herbst die Heizkörper zu entlüften.

„Wer sich an diese einfachen Tipps hält, kann die Heizkosten um bis zu 20 Prozent reduzieren. Das hilft auch dem Klima“, erklärt Kurt Schüle, Energieberater der LEA. Je nach Größe und energetischem Standard der Wohnung kann das zwischen 100 und 350 Euro im Jahr ausmachen.

Auch die Raumtemperatur hat einen großen Einfluss auf die Heizkosten. Steigt sie nur um ein Grad Celsius, erhöhen sich die Heizkosten bereits um sechs Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich eine Raumtemperatur von nicht mehr als 20 °C. In der Küche seien 18 °C, im Schlafzimmer 17 °C geeignet. Entscheidend ist dabei aber die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Nachts oder bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur über den Thermostat gesenkt werden.

Die Expert:innen der LEA bieten für Fragen zum Heizen, Lüften und Energieeinsparungen eine telefonische Erstberatung an, die für alle Bürger:innen der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos ist. Termine können unter Telefonnummer: 07141 68 893-0 vereinbart werden. Weiterführende Informationen gibt es auf www.lea-lb.de. Die Beratungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

(Mitteilung vom 08.10.2021)

Mit baulichem Wärmeschutz zum klimarobusten Haus

Mit baulichen Wärmeschutzmaßnahmen kann der Wohnkomfort dank energetischer Gebäudesanierung erheblich gesteigert werden, während gleichzeitig die Energiekosten gesenkt werden.

Deutlich über 70% des Energieverbrauchs gehen im Haushalt auf das Konto der Wärme. Ein energetisch modernisiertes Haus bringt deshalb nicht nur ein angenehmeres Wohngefühl mit sich, es spart auch Energiekosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens auch bei uns vor Ort zu erreichen, müssen die Gebäude im Landkreis Ludwigsburg energetisch modernisiert werden. Jede:r Einzelne hat hier die Möglichkeit, den lokalen Gebäudebestand klimaneutral mitzugestalten: Jedes sanierte Gebäude zählt!

Zum Wärmeschutz zählen alle baulichen Maßnahmen, die das Ziel haben, die Energiekosten zu senken und die Raumbehaglichkeit zu verbessern. Mit den Maßnahmen des baulichen Wärmeschutzes wird das Haus besser gegen Hitze und Kälte geschützt. Bauliche Maßnahmen für den winterlichen Wärmeschutz sind beispielsweise das Verwenden von Wärmedämmstoffen und das Vermeiden von Wärmebrücken; für den sommerlichen Wärmeschutz der Einsatz von Verschattungselementen. Gründe für eine Modernisierung gibt es viele: eine lebenswerte Zukunft für die eigene und nachfolgende Generationen zu gestalten, steigenden Energiepreisen entgegenzutreten oder der Wunsch nach Energieautarkie.

Was es dabei zu beachten gibt und welche Möglichkeiten der staatlichen Zuschüsse es gibt, dazu beraten die Expert:innen der LEA Sie gerne unabhängig und neutral. Diese telefonische Erstberatung ist für alle Bürger:innen der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos. Termine können unter Telefonnummer: 07141 68 893-0 vereinbart werden.

(Mitteilung vom 15.10.2021)

Sanierungsblockaden in Wohnungseigentümergemeinschaften auflösen

Gute Fördermöglichkeiten: Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) empfiehlt Wohnungseigentümer:innen jetzt aktiv zu werden.

Die meisten Gebäude im Besitz von Wohnungseigentümergemeinschaften sind unsaniert, weil sich die Eigentümer:innen oft nicht einigen können. Hohe Energiekosten sind die Folge. Doch diese Sanierungsblockaden lassen sich jetzt auflösen.
Ist bei energetischen Sanierungen Gemeinschaftseigentum betroffen, wird es kompliziert. Unterschiedliche Interessen der Eigentümer:innen können auch gute Sanierungslösungen verhindern: Wer im Dach wohnt hat mehr Interesse an einer Dachsanierung als an einer Kellerdeckendämmung, die wiederum für Erdgeschossbewohner relevanter ist. Die Angst vor vermeintlich hohen Kosten tut ein Übriges.

Inzwischen braucht es für Sanierungsvorhaben aber keine Einstimmigkeit mehr, sondern je nach Art der Sanierung nur eine Zweidrittelmehrheit oder einfache Mehrheit. Und mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) übernimmt der Staat bis zu 50% der Kosten einer energetischen Sanierung.

Vor allem kostet aber der erste Schritt kaum etwas: mit bis zu 80% wird eine Gebäudeenergieberatung gefördert. Energieberater unterstützen auch bei der Fördermittelbeantragung und haben individuelle Lösungsvorschläge, wie zum Beispiel Energie-Spar-Contracting, falls eine Partei nicht die notwendigen Mittel hat. „Angesichts der stark gestiegenen Heizkosten und der guten Förderbedingungen, kann ich Wohnungseigentümergesellschaften derzeit nur empfehlen eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen und ihr Haus auf Vordermann zu bringen“, empfiehlt Kurt Schüle, Energieberater der LEA.

(Mitteilung vom 22.10.2021)

Nie wieder kalte Füße: jetzt die Kellerdecke dämmen!

Eine ungedämmte Decke über einem unbeheizten Keller führt zu erhöhten Heizkosten für das Erdgeschoss. Dies lässt sich aber leicht ändern und kann von handwerklich Begabten sogar selbst umgesetzt werden.

„Die Dämmung der Kellerdecke spart Energie, erhöht den Wohnkomfort und ist wirtschaftlich,“ erklärt Anselm Laube, Geschäftsführer der Energieagentur Kreis Ludwigsburg. Für Selbermacher gibt es fertige Kellerdecken-Dämmplatten. Sie werden an die Kellerdecke geklebt oder gedübelt. Verlaufen Rohre an der Kellerdecke ist ein schichtweiser Aufbau oder eine Unterkonstruktion notwendig. Fugen und Anschlüsse sollten luftdicht verschlossen werden.

Nach dem Gebäudeenergiegesetz darf der Wärmeverlust der gedämmten Kellerdecke einen U-Wert von 0,3 W/m²K nicht überschreiten. Dafür sind je nach Material Dämmplatten mit einer Dicke von 10 bis 12 Zentimetern erforderlich. Sollen mit der Dämmung der Kellerdecke Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes Baden-Württemberg erfüllt werden, muss die Dämmschicht in der Regel 14 cm dick sein. Bei einer Eigenleistung sind allerdings nur die Materialkosten förderfähig und ein Sachverständiger muss die fachgerechte Durchführung bestätigen.

Für einen Steuerbonus oder Fördergelder der KfW wird eine höhere Dämmwirkung verlangt (U-Wert max. 0,25 W/m²K). Der Förderantrag ist vor Beginn der Arbeiten einzureichen und es muss ein Experte aus der Liste der Energie-Effizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes eingebunden werden. Alternativ können die Kosten für die Kellerdeckendämmung auch von der Steuer abgesetzt werden. Verteilt über drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Die fachgerechte Umsetzung muss der Fachbetrieb bescheinigen.

Für alle Fragen zu Details und Fördermöglichkeiten bei der Kellerdämmung steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg auch telefonisch unter Telefonnummer: 07141 688 930 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 29.10.2021)

Verantwortung für morgen übernehmen: So werden Unternehmen klimaneutral

Für Unternehmen ist klimaneutrales Handeln ein zunehmend wichtiger Aspekt. Jedes Unternehmen verursacht Treibhausgase, auch, wenn es nachhaltig und sparsam wirtschaftet. Einige Unternehmen haben jedoch bereits ihre Verantwortung für den globalen Klimaschutz erkannt. Als ersten Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen erfassen sie ihre Emissionen, um diese kontinuierlich zu reduzieren und zu vermeiden.

Als eine relativ bequeme Möglichkeit erscheint zunächst der Ausgleich der verursachten Emissionen durch CO₂-Kompensation. Zahlreiche Anbieter versprechen die verursachten Emissionen durch ihre Programme an anderer Stelle - meist im globalen Süden – auszugleichen, beispielsweise durch das Pflanzen von Bäumen, die CO₂ aus der Atmosphäre binden.

Doch was bringt das wirklich fürs Klima? Und wer profitiert davon? Warum diese Projekte umstritten sind und welche Möglichkeiten es gibt, die Folgekosten unseres Wirtschaftens direkt anzuerkennen und im Hier und Jetzt Verantwortung zu übernehmen wird beim Unternehmer:innen-Frühstück in Bietigheim-Bissingen am 25. November ab 08:00 Uhr diskutiert.

Die Veranstaltung wird von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. in Kooperation mit der Stadt Bietigheim-Bissingen und dem Landkreis Ludwigsburg durchführt und richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen. Herzlich begrüßt durch Herrn Bürgermeister Wolf und den Kreiswirtschaftsförderer Herr Oliver Reichert startet die Veranstaltung mit einem Vortrag zu Klimaneutralität in Unternehmen. Im Anschluss können sich die Teilnehmenden auf eine moderierte Diskussionsrunde mit der Kurzvorstellung eines Best-Practise-Beispiels aus der Region freuen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Energieagentur. Für Fragen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Lisa Glinski per E-Mail oder unter Telefonnummer: 07141 68 893 20.

(Mitteilung vom 05.11.2021)

LED-Lampen: Hell erleuchtet für wenig Geld

Können Sie sich bereits im Laden vorstellen, wie eine Lampe bei Ihnen zu Hause wirkt? Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps für eine optimal beleuchtete Wohnung und das neue EU-Label für Lampen.

Nachdem im März 2021 bereits das neue EU-Effizienzlabel für Elektrogeräte eingeführt wurde, folgte im September das neue EU-Label für Lampen. Auch hier gilt: Die Plus-Klassen wie "A++" oder "A+" sind verschwunden. Die Skala reicht nun von A (beste) bis G (schlechteste), wobei die oberen Klassen zunächst frei bleiben. Neu ist auch ein QR-Code, über den zusätzliche Produktinformationen abrufbar sind.

Bei der Lampenauswahl ist es neben der Effizienzklasse vor allem wichtig, auf die Helligkeit und die Lichtfarbe zu achten. Die erste Überlegung sollte sein, wo die Lampe eingesetzt wird und welcher Tätigkeit man dort bevorzugt nachgehen möchte. Dabei gilt für alle Räume: aufgrund ihrer Effizienz sind LEDs die beste Wahl.

Helligkeit: Die Helligkeit wird in Lumen (lm) angegeben. Je höher der Lumenwert, desto heller ist die Lampe. Eine LED-Lampe mit 700 lm ist beispielsweise genauso hell wie eine frühere 60-Watt-Glühlampe.

Lichtfarbe:Eine Lichtfarbe von 2.700-3.300 Kelvin wird als „warmweiß“ bezeichnet und erzeugt eine gemütliche Atmosphäre. Tageslichtweiße Lampen von über 5300 Kelvin wirken dagegen anregend und eignen sich gut für Arbeitsplätze.

Lebensdauer, Schaltfestigkeit, Farbwiedergabe: Es lohnt sich, auf eine möglichst hohe Lebensdauer von mindestens 25.000 Betriebsstunden zu achten. Im Treppenhaus und im Badezimmer ist auch die Schaltfestigkeit der Lampen von mindestens 50.000 Schaltzyklen wichtig. Beim Schminken oder der Kleidungsauswahl kann eine gute Farbwiedergabe entscheidend sein. Diese wird als CRI oder Ra-Wert angegeben und sollte nicht unter 80 liegen.

Für alle Fragen rund um Energiesparen und Klimaschutz steht Ihnen die LEA telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.

(Mitteilung vom 12.11.2021)

Fenstertausch: Durchblick statt Durchzug

Gut dämmende Fenster sorgen für ein behagliches Wohnklima und sparen gleichzeitig Energie. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps für den Fenstertausch und Fördermöglichkeiten.

Fenster sorgen für Licht und Luft. Sie schützen aber auch vor Lärm, Hitze und Kälte. Dieser Schutz ist umso besser, je höher ihr Dämmwert ist. Bei der Fensterauswahl sollte man auf den Uw-Wert achten. Dieser steht für den Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters und gibt an, wie viel Wärme durch Glasscheiben, Fensterrahmen und andere Übergänge entweichen kann. Je niedriger der Wert, umso besser. Mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung und einer sogenannten warmen Kante bleibt die Innenseite der Fensterscheibe selbst im Winter mit 16 Grad angenehm warm (Uw-Wert von 0,6 bis 0,9 W/m²K). Der Uw-Wert neuer Fenster darf laut Gebäudeenergiegesetz höchstens 1,3 W/m²K betragen.

Auch wenn die Fenster noch nicht defekt sind, empfiehlt sich bei Einfach- oder Doppelglasfenstern eine Erneuerung. Dreifachfenster sind mittlerweile der Stand der Technik, sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude. Darauf weist Joshua Lampe, Gebäude-Energieberater bei der LEA, hin. Fenster mit drei Scheiben lassen weniger Wärme entweichen, senken die Energiekosten und sind kaum teurer als Fenster mit zwei Gläsern. Für gute dreifach verglaste Fenster gibt es eine finanzielle Förderung der KfW-Bank.

Beim Fenstertausch sollten auch die energetischen Eigenschaften des Fensterrahmens und die Qualität der Fassadendämmung bedacht werden. Idealerweise werden Fenstertausch und Fassadendämmung zusammen geplant, dann können die neuen Fenster direkt in der Dämmebene eingebaut werden.

(Mitteilung vom 19.11.2021)

Heizkosten senken mit dem hydraulischen Abgleich

Ein sogenannter hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass die Wärme optimal im Haus verteilt wird. Das hilft dabei, Wärme und dadurch Heizkosten zu sparen.

Die gute Nachricht ist, dass nicht immer sofort die Heizung ausgetauscht werden muss, wenn es in einigen Räumen nicht mehr richtig warm wird. Manchmal reicht schon eine effizientere Heizungsregelung aus. Besonders in besser gedämmten Häusern kann durch einen hydraulischen Abgleich einiges an Energie eingespart werden.

Werden einzelne Heizkörper nicht richtig warm, ist das häufig die Folge einer schlecht eingestellten Heizungsanlage. Dann ist es Zeit für einen hydraulischen Abgleich. Dieser bewirkt, dass jeder Heizkörper genau die von ihm benötigte Menge an Heizwasser erhält und dadurch die Heizwärme effizienter genutzt wird.

Über 80 Prozent der Heizungen in Wohnhäusern sind nicht hydraulisch abgeglichen. Besonders wichtig ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs nach dem Einbau neuer Heizungsanlagen, der Erneuerung der Pumpentechnik und der Umrüstung auf Brennwerttechnik, darauf weist Kurt Schüle, Energieberater bei der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA), hin. Durch die Umstellung auf Brennwerttechnik ändert sich die Temperatur des Heizwassers und damit der Wasserdruck im gesamten System. Hier müssen die Durchflussmengen neu angepasst werden. Deshalb setzen Programme zur finanziellen Förderung der Heizungsmodernisierung auch einen hydraulischen Abgleich voraus.

Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs übernehmen in der Regel Handwerker:innen, Schornsteinfeger:innen oder Energieberater:innen.

(Mitteilung vom 26.11.2021)

Sparsame Weihnachtsbeleuchtung – Energiespartipps im Advent

Wer in der Weihnachtszeit Haus oder Garten festlich beleuchten will, sollte auf LED-Technik setzen. Denn diese spart nicht nur Strom, sondern hat auch eine viel längere Lebenszeit.
Lichterketten oder -schläuche mit LED-Lampen brauchen nur 1/10 des Stromes von konventionellen Glüh- oder Halogenlampen. Da sie auch noch etwa 100-mal länger leben, machen sie sich in aller Regel bezahlt. Verursacht beispielsweise eine LED-Lichterkette in 4 Wochen Stromkosten von 30 Cent, sind das bei einer Lichterkette mit Glüh- oder Halogenlämpchen in der gleichen Zeitspanne dann schon etwa 5 Euro.

LED-Beleuchtung kann auch gemütlich
Auch LED-Lampen können für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Ein warmweißes, gelbliches Licht schaffen LEDs mit einer Farbtemperatur unter 3000 Kelvin. Dies wird auf den Packungen mit K angegeben. Bei Lampen mit über 5000 K ist das Licht bläulich und wirkt kalt.

Keine Batterien verwenden
Nicht empfehlenswert sind dagegen LED-Baumkerzen, die mit Batterie und Fernbedienung betrieben werden. Da Batteriestrom 300-mal teurer ist als Strom aus der Steckdose, ist der Betrieb dieser Lichter extrem teuer.

Auf sichere Produkte achten
Es empfiehlt sich, auch auf die Sicherheit der Weihnachtsbeleuchtung zu achten. Das Prüfsiegel GS (geprüfte Sicherheit), ein TÜV-Siegel oder das VDE-Prüfzeichen sind dabei gute Anhaltspunkte. Das CE-Zeichen ist hingegen nur eine Selbstverpflichtung der Händler geltende Richtlinien der EU einzuhalten.
Wer Lichterketten im Garten einsetzen will, sollte zudem darauf achten, dass Trafo und Leitung gegen Spritzwasser geschützt sind, sonst droht bei Regen ein Kurzschluss: die Kennzeichen dafür sind die Kürzel IP44, IP54 oder IP64 oder das Symbol „Tropfen im Dreieck“.

(Mitteilung vom 02.12.2021)

Klimafaires Weihnachtsessen

An Weihnachten kommt in den meisten Haushalten etwas Besonderes auf den Tisch. Wer sich auch an Weihnachten klima- und umweltbewusst ernähren will, hat viele Möglichkeiten.

Wenn es die traditionelle Weihnachtsgans sein soll, so empfiehlt es sich auf eine Gans aus artgerechter Haltung zu achten. Am besten sind Bio-Gänse oder Fleisch von Bio-Gänsen mit der Bezeichnung "Freilandhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung" oder "bäuerliche Freilandhaltung - unbegrenzter Auslauf". Das Fleisch dieser Gänse ist in der Regel schmackhaft und hat wenig Fettgewebe. Leider übersteigt die Nachfrage an Biogänsen aber das Angebot. Wer seine Gans im Supermarkt kauft, der kann bei einer Gans aus Deutschland immerhin verhindern, dass diese zwangsgemästet oder lebend gerupft wurde. In einigen europäischen Ländern (z.B. Ungarn, Polen, Frankreich) ist das noch erlaubt.

Wer an Weihnachten weniger oder gar kein Fleisch essen will, findet im Internet zahlreiche vielversprechende vegetarische oder vegane Festtagsrezepte. Ein Menüvorschlag: Linsensalat mit Orangenvinaigrette als Vorspeise, Semmelknödel mit Apfelrotkohl und veganen Wirsingrouladen als Hauptgang und zum Nachtisch Apfel-Spekulatius-Creme.

Wer sich insgesamt klimabewusst ernähren will, achtet darauf weniger tierische Produkte zu essen und regional und saisonal einzukaufen. Die Klimabelastung bei Obst und Gemüse ist am geringsten bei regionaler Freilanderzeugung. Geerntet wird bei uns im Winter nur wenig (z.B. Rosenkohl, Feldsalat), aber beim lagerfähigen Obst und Gemüse ist die Klimabelastung ebenfalls recht gering. Der Saisonkalender der Verbraucherzentrale gibt darüber Auskunft. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.verbraucherzentrale.de.

(Mitteilung vom 12.12.2021)

Passive Sonnenenergienutzung: Wärmegewinne durch Fensterflächen

Große Fenster sorgen für helle Räume, ein angenehmes Wohngefühl und mehr Lebensqualität. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt Tipps für die Planung von neuen Fenstern passend zum Haus und zur Himmelsrichtung, um das Licht und die solare Wärmeenergie optimal zu nutzen und eine Überhitzung im Sommer zu verhindern.

Dank der sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften neuer Fenster ist es heute möglich, großzügig zu planen und große Fenster einzusetzen. Moderne Fenster mit ihren sehr guten Wärmedämmeigenschaften halten im Winter die Wärme im Haus und gewinnen dazu noch Energie aus der Sonneneinstrahlung. So können Eigentümer:innen bei Neubau und Sanierung flexibel sein und individuelle Wünsche umsetzen.

Die Südausrichtung von Fensterflächen ermöglicht einen hohen Eintrag von Sonnenwärme, erfordert aber einen sommerlichen Wärmeschutz, darauf weist Kurt Schüle, Gebäude-Energieberater bei der LEA, hin. Dazu seien außenliegende Markisen, Jalousien oder Rollläden geeignet. Zudem sollte die Fensterfläche nicht mehr als etwa 30 Prozent der gesamten Südfassade betragen. Es ist sinnvoll auch die Lage der Räume bei der Planung zu berücksichtigen. Idealerweise liegen die Hauptaufenthaltsräume wie Wohn- und Kinderzimmer auf der Südseite des Hauses. So kann die Sonnenwärme optimal genutzt werden. Schlafzimmer oder Küche liegen besser mehr nach Norden.

Auch ein geschickt geplanter Wintergarten kann in den Übergangszeiten solare Gewinne erzielen. Die einstrahlende Sonne heizt den Raum auf. Damit Wintergärten nicht zur Heizkostenfalle werden, sollten sie durch eine dichte Tür und einen massiven Wandbereich von der beheizten Wohnfläche abgetrennt sein. Insbesondere nach Süden ausgerichtete Wintergärten brauchen eine wirksame Außenverschattung, sonst überhitzen sie im Sommer schnell.

(Mitteilung vom 12.12.2021)

Wärmebrücken verhindern – für ein behagliches Zuhause

Wenn es Zuhause „zieht“: Wärmebrücken kosten viel Energie und Geld und schaden dem Wohnklima. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) erklärt, was Wärmebrücken sind, wie sie entstehen und was man dagegen tun kann.

Wärmebrücken sind Stellen, an denen die Heizenergie aus der Wohnung besonders schnell nach draußen gelangt. Sie kosten also Geld und schaden durch die Energieverschwendung der Umwelt. Außerdem verringern sie den Wohnkomfort: der Temperaturunterschied führt häufig zu dem Gefühl, es würde in der Wohnung „ziehen“. Zusätzlich erhöhen die kalten Stellen im Raum auch das Schimmelrisiko.

Besonders bei teilsanierten Gebäuden, meist nach der Erneuerung von Fenstern, beobachtet man oft ein vermehrtes Auftreten von Schimmel. Ein Grund dafür ist häufig, dass nicht regelmäßig gelüftet wird, das betont Joshua Lampe, Gebäude-Energieberater der LEA. Da die neuen Fenster dicht schließen, könne die Feuchtigkeit in der Luft nicht entweichen. An kalten Oberflächen, in der Tapete und im Putz kondensiere die Feuchtigkeit und bildet so einen Nährboden für Schimmel. Typische Wärmebrücken seien Gebäudeecken, direkt mit der Deckenplatte verbundene Balkone, ungedämmte Deckenstirnseiten in Außenwänden und ungedämmte Rollladenkästen.

Da Wärmebrücken besonders kalte Stellen im Raum sind, lassen sie sich teilweise bereits mit der Hand erfühlen. Während der Heizperiode kann man schimmelgefährdete Stellen auch mit einer Thermografie aufspüren. Dabei werden mit einer Wärmebildkamera die Wärmebrücken und damit die Schwachstellen in der Gebäudehülle sichtbar gemacht.

Die meisten Wärmebrücken lassen sich durch eine Außendämmung, z.B. eine Fassadendämmung oder Dachdämmung, beseitigen. Das vermindert die Wärme- und Energieverluste und das Schimmelrisiko sinkt.

​(Mitteilung vom 12.12.2021)

Mit weniger Energie ins neue Jahr starten

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg bietet Beratungen an

Mal was Neues ausprobieren? Der Vorsatz fürs neue Jahr könnte lauten, jeden Tag ein wenig Energie im Haushalt zusätzlich zu sparen und sowieso mehr mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. „Damit leistet man einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz“, sagt Martin Schork, Energieberater der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.V. 
Die Energieexpert:innen der LEA beraten auch im neuen Jahr zu allen Fragen rund um die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen, Heizungs- und Fenstertausch, die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg, Wärmedämmung und Solarenergie. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Informationen über finanzielle Förderungen.

Die unabhängige und neutrale Energieerstberatung ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Steinheim an der Murr kostenlos. Ob Mieter, Haus- oder Wohnungseigentümer – die Experten der LEA suchen gemeinsam mit Ihnen nach individuellen Handlungsoptionen und Lösungsmöglichkeiten. Ob Sie viel oder wenig investieren: Jeder kann aktiv zum Klimaschutz beitragen. Nehmen Sie daher das kostenlose Beratungsangebot der LEA in Anspruch.

Termine für die telefonische Erstberatung können bei der LEA unter 07141 / 688 93-0 vereinbart werden. Mit den Expert:innen wird im Rahmen der Erstberatung geklärt, ob eine anschließende Vor-Ort-Beratung (Eigenanteil 30 Euro) sinnvoll bzw. notwendig ist. Die Durchführung der Vor-Ort-Beratung findet unter Einhaltung aller Corona-Schutzvorkehrungen statt.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite der Energieagentur. Die Energieberatungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

(Mitteilung vom 14.01.2022)