Chronik: Stadt Steinheim an der Murr

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Chronik der Stadt Steinheim an der Murr

Anfang des 3. Jahrhundert bauten sich Römer einzelne Gutshöfe im Gebiet zwischen Murr und Bottwar. Doch erst im 7. oder 8. Jahrhundert begann mit fränkischen Stämmen die eigentliche Besiedlung der Gemarkung Steinheims. Die Erstnennung findet sich im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch vom Jahr 832.

Um 1100 treten die Ortsadligen Herren von Steinheim als Lehensleute der Grafen von Calw in Erscheinung. Ende des 11. Jahrhunderts fassen die Markgrafen von Baden Fuß im Bottwartal und erbauen zum Zeichen ihres Anspruchs auf das Gebiet einen stattlichen Herrenhof.

1235 wird der Ortsadlige Albert von Steinheim urkundlich erwähnt. Seine Tochter Elisabeth heiratet 1251 in zweiter Ehe Berthold von Blankenstein, einen treuen Vasallen des württembergischen Grafen. Die Erlaubnis zur Heirat hatten sie von Papst Vinzenz unter der Bedingung erhalten, ein Kloster zu stiften.

1255 wird diese Bedingung umgesetzt und der markgräflich-badische Herrenhof in das Stiftungsgut des Klosters Mariental eingegliedert. Der Markgraf wird von der Kirche für die Abtretung des Hofes abgefunden und beginnt in Kleinbottwar mit dem Bau einer neuen Niederlassung im Bottwartal: der Burg Schaubeck.

Mit der Reichsunmittelbarkeit des Klosters Mariental, das die Klosterfrauen 1294 bei König Adolf von Nassau erwirken, beginnt für den kleinen, nur wenige hundert Einwohner zählenden Ort eine sehr positive Entwicklung. Das Dorf wird mit einer Stadtmauer umgeben, die Hauptverkehrswege werden gepflastert, eine Brotlaube und eine Metzel werden eingerichtet, die Einwohner in Urkunden als Bürger bezeichnet. Dies alles deutet auf den Status einer Reichsstadt hin. Leider fehlt bis heute der urkundliche Nachweis der Stadterhebung.

300 Jahre lang profitiert die Gemeinde vom Geschick der Klosterfrauen, von stetigen Baumaßnahmen an den zahlreichen Klostergebäuden und der zunehmenden Bedeutung des Klosters. Tagelöhner finden auf dem Klostergut ihr (kärgliches) Auskommen. Handwerker und Kaufleute lassen sich nieder. Die Einwohnerzahlen steigen.

Doch mit der Reformation beginnt der Niedergang sowohl des Klosters, als auch der Gemeinde. Denn als Herzog Ulrich, der in der Schweiz und in seinem pfälzischen Exil mit dem Gedankengut der Reformation in Kontakt gekommen war, zum Protestantismus wechselte, beginnt für das Kloster eine schwierige Zeit. Nach der gewonnenen Schlacht bei Lauffen kehrt Ulrich im Jahr 1534 wieder als Herrscher nach Stuttgart zurück und verlangt die Einführung des protestantischen Glaubens in Württemberg. Von nun an leiden die Klosterfrauen unter vielen Repressalien. Sie sollen durch zahlreiche friedliche wie gewaltsame Maßnahmen gezwungen werden zu konvertieren, bleiben jedoch standhaft.

Herzog Christoph, der seinem Vater Ulrich 1550 folgt, verbietet schließlich die Aufnahme von Novizinnen ins Kloster Mariental und erreicht dadurch eine natürliche Lösung des Problems. Um das Jahr 1580 stirbt Walpurgis, die letzte Nonne des Klosters Mariental und das gesamte Klostergut geht in den Besitz Württembergs über.

Leider wurde unser Kloster unter Herzog Christoph nicht wie Maulbronn oder zahlreiche andere Klöster in Württemberg in eine Schule umgewandelt. Vielleicht hätte die Anlage als Bildungseinrichtung die Wirren des Dreißigjährigen Krieges überstanden. So aber fiel 1643 die gesamte Klausur mitsamt der Kirche einem verheerenden Feuer zum Opfer, das spanische Truppen ausgelöst haben sollen.

Bereits 1634 war der Ort selbst ein Opfer der Kamphandlungen geworden. Zahlreiche Gebäude und Stallungen, aber auch Rathaus, Kirche, Mühle und Schule wurden ein Raub der Flammen. Zählte Steinheim vor dem Dreißigjährigen Krieg etwa 900 Einwohner, wurden im Jahr 1639 nur noch 84 Köpfe gezählt.

Nun beginnen sehr schwierige Zeiten für den Ort, zumal Angriffe französischer Truppen im Jahr 1693 nochmals große Zerstörungen und ausgebrannte Häuser hinterlassen. Die Einwohnerschaft verarmt. Missernten und Hungersnöte, vor allem in den Jahren nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien (1815) verschlimmern die schwierige Situation zusätzlich und zwingen viele Einwohner zur Auswanderung.

Erst im Jahr 1858 beginnt mit der Ansiedlung der Firma Michael Storz in Steinheim eine Zeitenwende. In den folgenden Jahrzehnten siedeln sich viele holzverarbeitende Betriebe wie Schreiner, Drechsler oder Holzbildhauer in Steinheim an und erschaffen in gemeinsamer Anstrengung ein Zentrum der Sitzmöbelindustrie, das weit bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden ist. Befeuert wurde diese Entwicklung durch den Bau der Bottwartalbahn, die 1894 ihren Betrieb von Marbach nach Beilstein und später bis Heilbronn aufnahm. Etwa 1200 Einwohner leben zu dieser Zeit in Steinheim.

Die Erschließung mehrerer Kiesgruben auf der Gemarkung Steinheims rückten den Ort Anfang des 20. Jahrhunderts in den Blickpunkt der Wissenschaft. In den Gesteinsschichten wurde, neben vielen anderen Objekten, im Jahr 1910 das Skelett eines über 200 000 Jahre alten Steppenelefanten und 1933 schließlich die Fragmente eines Schädels aus der Holstein-Warmzeit gefunden, der vor etwa 400 000 Jahren angeschwemmt worden sein muss. Die Funde, bzw. Repliken, werden seit 1968 im Urmenschmuseum, dem Hans-Trautwein-Haus ausgestellt.

Im Jahr 1955 wurde Steinheim, unter Bürgermeister August Scholl, schließlich offiziell zur Stadt erhoben, weil man schlüssig nachweisen konnte, dass der Ort schon zu Zeiten des Klosters Mariental alle Merkmale einer Stadt besessen hat. 1962 leben in der Stadt Steinheim 3577 Menschen.

Eine große Ausdehnung sowohl in der Fläche, als auch bei der Einwohnerzahl erfährt Steinheim in den Jahren 1971 und 1973 mit der Eingemeindung der heutigen Ortsteile Kleinbottwar und Höpfigheim. Die Gemarkungsfläche vergrößert sich von 1189 ha auf 2319 ha. Die Einwohnerzahl steigt mit Kleinbottwar von knapp 6.000 auf 6.857, mit Höpfigheim auf 8.147 Personen. Nun wird auf dem gesamten Stadtgebiet auch viel für die Infrastruktur getan. 1981 kann das Mineralfreibad Wellarium eröffnet werden, 1988 die Bottwartalhalle in Kleinbottwar. 1989 wird in den Resten der ehemaligen Klosterkirche im Stadtzentrum das Museum zur Kloster- und Stadtgeschichte eröffnet und 1992 die Schule an der Bottwar in Kleinbottwar eingeweiht.

1997 kommt die Erich Kästner Realschule auf dem Steinheimer Schulcampus hinzu.

Weitere Schlaglichter in der Steinheimer Geschichte:

2003 Neues Gewerbegebiet Kreuzwegäcker und Generalsanierung der Blankensteinschule

2012 Steppi, die künstlerische Ausgestaltung eines Steppenelefanten-Skeletts wird neues Wahrzeichen der Stadt

2013 Eröffnung des neuen Kinderhauses in der Lehenstraße mit 130 Plätzen und Sanierung und Anbau der Melchior-Jägerhalle in Höpfigheim

2015 Generalsanierung des Schlössles in Höpfigheim

2017 Fertigstellung der neuen Mensa auf dem Schulcampus

2020 Einweihung des neuen Jugendhauses auf dem Schulcampus