Online-Bürgerbeteiligung zum kommunalen Haushalt
Online-Beteiligung für alle Bürgerinnen und Bürger auf dem Beteiligungsportal Baden-Württemberg
Die Stadt Steinheim führt eine Dialogische Bürgerbeteiligung zum kommunalen Haushalt durch. Ziel ist, über die finanziellen Herausforderungen transparent zu informieren. Und mit der Bürgerschaft zu diskutieren, wie die begrenzten Mittel sinnvoll eingesetzt werden können und wo gespart werden kann.
Bei einer Dialogischen Themensammlung haben wichtige Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft aus Steinheim an der Murr gemeinsam Themen gesammelt, die bei den notwendigen Haushaltseinsparungen hilfreich sein können oder berücksichtigt werden müssen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Online-Beteiligung, die von der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung aktuell auf dem Beteiligungsportal Baden-Württemberg durchgeführt wird.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Sammlung zu ergänzen und mit weiteren Ideen die Themenlandkarte zu erweitern:
Link zur Online-Beteiligung
Mit der Online-Beteiligung möchte die Stadt weitere Hinweise aus der Bevölkerung aufnehmen und unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen.
Weiteres Vorgehen - Bürgerforum
Die Themenlandkarte dient als Grundlage für das Bürgerforum. Das Bürgerforum bildet den dritten Schritt des Beteiligungsprozesses. Dort werden sich rund 30 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus Steinheim an der Murr intensiv mit der Themenlandkarte und dem städtischen Haushalt befassen. Das Bürgerforum soll Kriterien empfehlen, die dem Gemeinderat bei den anstehenden, schwierigen Entscheidungen helfen können. Außerdem soll das Bürgerforum Vorschläge für den Umgang mit Verteilungskonflikten erarbeiten und Sparmöglichkeiten aus Sicht der Bürgerschaft benennen.
Stimmen aus der Servicestelle
Ulrich Arndt, Leiter der Servicestelle Bürgerbeteiligung, erklärt: „Die Dialogische Themensammlung hilft, die verschiedenen Sichtweisen deutlich zu machen. Das ist eine gute Vorbereitung für das anstehende Bürgerforum. Die ausgelosten Teilnehmenden können davon ausgehend bewerten. Was ist wichtiger: Sparen oder neue Einnahmen? Wo soll zuletzt gespart werden? Wo soll die Rasenmäher-Methode ansetzen und wo nicht?
Auch Bürgermeister Thomas Winterhalter sieht in dem Verfahren einen wichtigen Schritt: „Die finanzielle Situation ist – wie in vielen anderen Gemeinden auch – angespannt. Es ist sehr wichtig, hierüber transparent zu informieren. Außerdem wollen wir wissen: Was ist den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig? Wo sehen sie Einsparmöglichkeiten? Was sind rote Linien? Wir sind sehr gespannt, zu welchen Ergebnissen das Bürgerforum hier kommen wird.“
Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Alle Schritte der Dialogischen Bürgerbeteiligung werden transparent dokumentiert. Die Servicestelle Bürgerbeteiligung legt besonderen Wert auf nachvollziehbare Abläufe und eine verständliche Kommunikation.
Vor der Online-Beteiligung gab es eine Auftaktveranstaltung mit Vereinen und Institutionen
Am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, fand im Bürgersaal „Kloster“ in Steinheim an der Murr die Dialogische Themensammlung zum städtischen Haushalt statt. Die Veranstaltung war der Auftakt der Dialogischen Bürgerbeteiligung, die die Stadt gemeinsam mit der Servicestelle Bürgerbeteiligung durchführt.
Ziel der Veranstaltung war es, alle wichtigen Themen, Einsparideen, Herausforderungen, Investitionen, Sanierungsbedarfe, Konflikte und offenen Fragen zum städtischen Haushalt sichtbar zu machen. Denn klar ist: Die Stadt Steinheim muss sparen. Dabei ging es in der Dialogischen Themensammlung bewusst noch nicht um eine inhaltliche Diskussion oder Bewertung. Im Mittelpunkt stand vielmehr die gemeinsame Sammlung von Themen.
Zur Veranstaltung waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, örtlichen Institutionen sowie weitere Akteure und Akteurinnen aus der Stadt eingeladen. Gemeinsam wurde der Entwurf einer Themenlandkarte überprüft und ergänzt.
Breites Themenspektrum wurde sichtbar gemacht
Die Themenlandkarte zeigt, wie vielfältig die Haushalts-Thematik ist. Ergänzt wurde unter anderem:
- Bereitschaft in der Bürgerschaft nutzen, mitzumachen und die Kommune zu entlasten, z. B. bei Kleinreparaturen
- Konkrete Vorschläge zur Steigerung der Einnahmen, von mehr Tourismus- und Wirtschaftsförderung, konsequentere Ausstellung von Strafzetteln bis hin zu neuen kommunalen Unternehmen
- Schwerpunktsetzungen beim Sparen: Kinder und Jugendliche sollen zuletzt vom Sparen betroffen sein
- Stärkung des Ehrenamts auch ohne Geld, z. B. durch bessere Vernetzung und eine Tauschbörse fürs Ehrenamt
Kontakt:
Jakob Müller
Referent der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung
Telefon: Telefonnummer: +49 711 2 182 165 791
per E-Mail
www.servicestelle-buergerbeteiligung.de

