Marktstraße wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet
Meilenstein für die Infrastruktur in der Innenstadt: 1. Bauabschnitt der Tiefbaumaßnahme zum Starkregenschutz ist erfolgreich abgeschlossen
Mit der Wiederfreigabe der Marktstraße für den Durchgangsverkehr ist ein bedeutender Abschnitt eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. Die umfangreichen Tiefbauarbeiten in der Badtorstraße und der Marktstraße bilden einen entscheidenden Meilenstein für die Modernisierung der städtischen Infrastruktur und den Schutz der Innenstadt vor den Folgen des Klimawandels und den dadurch wahrscheinlicher werdenden Starkregenereignissen. Gleichzeitig beginnt mit den vorbereitenden Arbeiten für den Neubau des Rathauses das nächste große Zukunftsprojekt der Stadt.
Investition in die Sicherheit der Innenstadt
Die Tiefbaumaßnahme war notwendig geworden, weil die bestehenden Kanalanlagen den heutigen Anforderungen längst nicht mehr gerecht wurden. Vor allem bei Starkregen stießen die alten Regenwasserkanäle regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Besonders kritisch war die Situation in der Badtorstraße: Aufgrund ihrer Lage, der einen Geländetiefpunkt bildet, hätte sich das Wasser bei extremen Niederschlägen bis zu einem Meter hoch stauen können. Dadurch wären die Gebäude rund um den Marktplatz sowie das alte und künftig auch das neue Rathaus erheblich gefährdet gewesen.
Mit den nun abgeschlossenen Arbeiten wurde dieses Risiko deutlich reduziert. Die Regenwasserkanäle wurden erheblich vergrößert und damit an die Anforderungen zunehmender Starkregenereignisse angepasst. Die neue Infrastruktur ist auf eine Nutzungsdauer von mindestens 80 Jahren ausgelegt und schafft damit eine verlässliche Grundlage für kommende Generationen. Gleichzeitig erneuerte die Stadt Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie Gasleitungen und die Syna verlegte Stromleitungen unter die Erde.
Komplexe Arbeiten auf engstem Raum
Die Bauarbeiten gehörten zu den technisch anspruchsvollsten Tiefbaumaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte. Weil zahlreiche Leitungen und Kanäle auf engstem Raum neu verlegt wurden, mussten die betroffenen Straßenabschnitte vollständig ausgehoben und abschnittsweise voll gesperrt werden. Eine Teilsperrung war aus technischen Gründen nicht möglich.
Eine besondere Herausforderung stellte der Bereich vor dem historischen Rathaus und dem ebenfalls denkmalgeschützten Tiffey-Haus dar. Die Gebäude stehen dort unmittelbar an der Straße, sodass die Baugrube direkt an den historischen Fundamenten vorbeiführte.
Um Schäden an den denkmalgeschützten Bauwerken auszuschließen, kamen aufwändige Bohrpfahlgründungen zum Einsatz. Vor dem Aushub wurden beidseitig der Straße tiefe Stahlbetonpfähle in den Untergrund eingebracht. Sie stabilisierten den Boden und sicherten die historischen Gebäude während der gesamten Bauzeit zuverlässig ab. Diese Spezialtiefbauarbeiten machten den Abschnitt zum technisch herausforderndsten Teil des gesamten Projekts.
Trotz Starkregens im Zeitplan
Auch die Witterung stellte die Baustelle immer wieder vor Herausforderungen. Mehrere Starkregenereignisse während der Bauzeit führten dazu, dass sich der neue Regenwasserkanal mit Wasser und Ablagerungen füllte und mehrmals aufwändig zunächst gereinigt werden musste. Größere Schwierigkeiten im Untergrund traten darüber hinaus jedoch nicht auf. Insgesamt konnten die Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden.
Mit der Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist die Marktstraße nun wieder vollständig für den Durchgangsverkehr geöffnet.
Die Badtorstraße bleibt im Abschnitt zwischen Kirchplatz und Marktstraße während der Arbeiten für den Rathausneubau weiterhin gesperrt.
