Infoabend zur kommunalen Wärmeplanung

Am 07.05.2025 fanden sich rund 50 Interessierte in der Blankensteinhalle zusammen, um sich zum aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung in Steinheim zu informieren.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Winterhalter stellte das ifeu Heidelberg die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vor.
Bei der Bestandsanalyse wurden Wärmebedarfe und -verbräuche, Informationen zu Gebäudetypen und Baualtersklassen sowie Treibhausgasemissionen und die Versorgungsstruktur erfasst. Die Untersuchung ergab u.a., dass die Gebäude in Steinheim, Kleinbottwar und Höpfigheim einen Wärmebedarf von 89 GWh haben, der aktuell zu 53% mit Gas und 30% mit Öl gedeckt wird. Die Hälfte des Gebäudebestands wurde vor 1978 gebaut und verspricht damit viel Potenzial zur Einsparung durch energetische Sanierungen.
In der Potenzialanalyse wurden sowohl Potenziale zur Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien, Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung als auch Potenziale zur Senkung des Wärmebedarfs durch die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden untersucht. Für Steinheim bedeutet das, dass der Wärmebedarf bis 2040 durch Sanierungen und die Umstellung auf effizientere Heizlösungen, um 30% gesenkt werden soll. Zusätzlich sollen die lokalen erneuerbaren Potenziale geprüft und genutzt werden, die in der Solarthermie, Photovoltaik, Gewässer- und Umweltwärme, oberflächennahen Geothermie und in der Wärmespeicherung liegen.
Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen wird in den nächsten Monaten ein möglicher Transformationspfad sowie zugehörige, konkrete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt, um die klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Zieljahr 2040 zu erreichen. Die Öffentlichkeit wird über den laufenden Prozess informiert und im Rahmen einer Bürgerbeteiligung im August/September miteingebunden.
Die Präsentationsfolien der Veranstaltung können Sie hier herunterladen (PDF-Dokument, 5,73 MB, 28.04.2025).
Bei Fragen oder Anmerkungen zur Wärmeplanung können Sie sich per Mail oder telefonisch Telefonnummer: 07144 263 173 an Klimaschutzmanagerin Frau Roller wenden.
