Pflück-mich-Aktion in Steinheim

220 Streuobstbäume auf ortsnahen und gut erreichbaren städtischen Grundstücken und auch einige Einzelbäumen in den Ortslagen wurden mit einem Pflück-mich-Schild markiert und dürfen geerntet werden. Was zu beachten ist lesen Sie hier.

Pflück mich Schild an einem Baum der geerntet werden darf

Nachdem der Gemeinderat im Herbst 2019 auf einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den einstimmigen Beschluss gefasst hatte, dass auch in Steinheim eine Pflück-mich-Aktion angeboten werden soll, hat die Stadtverwaltung dazu nun die ersten Schritte umgesetzt.


Was ist bei "Pflück mich" zu beachten

„Pflück mich“ bedeutet, dass an nicht verpachteten städtischen Obstbäumen das Obst für den Eigenbedarf geerntet werden darf. Dazu wurden in den letzten Wochen 220 Streuobstbäume auf ortsnahen und gut erreichbaren städtischen Grundstücken und auch einige Einzelbäumen in den Ortslagen, mit einem Pflück-mich-Schild markiert. Für dieses Jahr wurden schwerpunktmäßig Apfel- und Birnenbäume gekennzeichnet. Für die Erntezeit im kommenden Jahr folgt noch die Auszeichnung der Kirschen und Zwetschgen.

Obstbaumreihe in Höpfigheim

An den markierten Bäumen, deren Standorte auf der Internetseite www.mundraub.org eingetragen sind, darf das Obst nun geerntet werden. Aber bitte, ohne dabei die Wiesen oder die Bäume zu schädigen. Daher dürfen die Wiesen nicht mit Fahrzeugen befahren und an den Bäumen keine Äste abgerissen werden.
An den aus Artenschutz- oder Verkehrssicherungsgründen nicht markierten Bäumen, soll nicht geerntet werden, auch wenn diese im Einzelfall Früchte tragen.

Kartendarstellung bei mundraub.org

Lust bekommen Streuobstwiesen-Gärtner zu werden?

Von der Aktion erhofft sich der Gemeinderat, dass ein kleiner Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang und der Wertschätzung für regionale Lebensmittel geschaffen werden kann.
Bei Streuobstwiesen geht es aber nicht nur um das Abernten, sondern auch um die Pflege der Bäume. Denn eine Streuobstwiese als Lieferant von Obst und wertvoller Lebensraum kann nur durch eine regelmäßige Pflege erhalten werden. Dazu gehört das Mähen der Wiese und das Schneiden der Bäume. Wenn Jemand beim Ernten auch dazu Lust bekommt, die Stadtverwaltung verpachtet ihre Streuobstwiesen kostenlos. Die Flächen eignen sich aber nicht für eine Freizeitnutzung, sondern tatsächlich nur für den Streuobstbau. Bauliche Anlagen, wie Hütten oder Zäune sind dort nicht erlaubt.

Wer nicht nur ernten, sondern auch durch die Pflege zum Erhalt einer Streuobstwiese beitragen möchte, kann Kontakt mit dem Umweltbeauftragten der Stadt aufnehmen:
Eric Hirsch
vormittags telefonisch unter der Nummer 07148 / 9618-166 oder per Mail.

Baumruinen als Totholzbiotop
Auf städtischen Wiesen stehen auch solche Baumruinen als Totholzbiotope. Sie dienen dem Artenschutz und nicht dem Obstertrag. Hier darf nicht gepflückt werden.
(Erstellt am 18. September 2020)