Auch Bürgermeister Rosner zollte den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großen Respekt für die geleistete Arbeit. Einige von ihnen sind bereits im Kleeblatt ehrenamtlich tätig und wollen hier weiterhin mitarbeiten, andere wollen für sich die Einladung von Frau Sozialarbeiterin Doris Mücke noch prüfen, ob sie sich ebenfalls dem ehrenamtlichen Team vom Kleeblatt anschließen wollen. Doch wie kam es dazu?
Im Jahr 1974, also vor 36 Jahren wurde der städtische Besuchsdienst begonnen. Es muss wohl eine Zeit des Aufbruchs gewesen sein. Das Landratsamt Ludwigsburg gründete in vielen Gemeinden des Landkreises sog. Arbeitskreise Altenhilfe, die später in den Namen „Besuchsdienst“ umgewandelt wurden. Vom Landratsamt Ludwigsburg war damals Frau Rieger die Initiatorin gewesen, seitens der Stadt waren es Bürgermeister Alfred Ulrich und Herr Stucki Mäusli, die den Ball aufgenommen und in Steinheim einen Besuchsdienst installiert und einige Jahre geführt haben. Auch Bürgermeister Scholz hat diesen Kreis viele Jahre hoch geschätzt, was durch seine regelmäßige Anwesenheit bei den jährlichen Zusammenkünften zum Ausdruck kam. Etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über viele Jahre viele zumeist ältere Mitmenschen regelmäßig besucht und damit eine kleine Freude in ihren Alltag gebracht. Neben seiner Besuchertätigkeit traf sich der Kreis jährlich 1-2 mal auf Einladung des städtischen Sozialamtes, um die Besucherlisten zu überarbeiten und um sich durch Referenten für ihre Arbeit schulen zu lassen. Hierbei wurde die Stadt immer wieder durch engagierte Mitarbeiterinnen des Landratsamtes, Abteilung Altenhilfe mit Rat und Tat unterstützt.
In den letzten Jahren hat sich allerdings die Tendenz gezeigt, dass die Nachfrage nach diesem Dienst immer mehr zurückgegangen ist. Von der Verwaltung wurde dies schon längere Zeit beobachtet und man hat sich viele Gedanken gemacht, wie dieser Entwicklung entgegengesteuert werden könnte. Verschiedene Anläufe wurden gemacht. Dadurch konnte dieser Trend jedoch leider nicht zum Stillstand gebracht werden. Daher ist bei der Stadtverwaltung der Gedanke gereift, dass sich die Stadt aus dieser Arbeit zurückzieht und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Angebot macht, unter dem Dach des Fördervereins Kleeblatt eine ähnliche Tätigkeit aufzunehmen. Dies lag deshalb nahe, weil in den vergangenen Jahren ohnehin eine Verbindung zwischen dem Besuchsdienst und dem Kleeblatt gewachsen ist.
In der Hochzeit des Besuchsdienstes sind über 100 Personen von etwa 20 Mitarbeiterinnen besucht worden. Zuletzt kümmerten sich noch 9 Personen um 12 Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Schätzungsweise 50-60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Steinheimer Stadtteilen haben seit der Gründerzeit im städtischen Besuchsdienst mitgearbeitet. Stellvertretend für alle dankte Englert der ehemaligen ehrenamtlichen Mitarbeiterin Renate Sieber, die mit am längsten dabei war und die sich wie keine andere für den Steinheimer Besuchsdienst verdient gemacht hat. Sie war es, die viele Jahre die Vorbereitung der Zusammenkünfte in der Seniorenbegegnungsstätte übernommen hat. Außerdem hat sie viele neue Mitarbeiterinnen geworben und auch immer wieder Tipps gegeben, wer in die Besucherliste aufgenommen werden sollte.
Zum Dank wurden die Besucherinnen und Besucher zu einem Abschlussessen eingeladen, das sich alle schmecken ließen. Für die Damen gab es zum Abschluss noch eine Rose und für die Herren je eine Flasche Wein.





