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Frösche und Kröten wieder auf Wanderschaft - auch in Steinheim beginnt die Amphibienwanderung

Da die Temperaturen jetzt steigen, wird der Wandertrieb der Amphibien geweckt. Die Kröten, Fösche und Molche zieht es magisch an das Gewässer, wo sie in einem der Jahre zuvor geschlüpft und aufgewachsen sind. Aber diese Wanderstrecken werden heutzutage häufig von Autostraßen gequert. Und diese Straßenquerungen enden für die Lurche meistens tödlich. 

Amphibien sind wechselwarme Wirbeltiere, die sowohl auf dem Land als auch im Wasser leben können. Im Jahresverlauf sind sie auf verschiedene Lebensräume angewiesen. In der kalten Jahreszeit ziehen sie sich in ihre Winterquartiere zurück. Zur Fortpflanzung werden die Wasserlebensräume aufgesucht. Den Sommer verbringen sie vorwiegend an Land. Zwischen den jeweiligen Lebensräumen finden Wanderbewegungen statt, die während der Hauptlaichzeit im Frühjahr besonders intensiv sind.  Nach der Winterruhe beginnt die Wanderung zu den Laichgewässern, wenn es keinen Bodenfrost mehr gibt. Die günstigsten Bedingungen sind Bodentemperaturen über 5 °C, regnerisches Wetter und einsetzende Dämmerung. Die Amphibien legen auf ihrem Wanderweg zum Teil Entfernungen von mehreren Kilometern zurück, die Erdkröte bis zu 2.200 m. Nicht selten werden große Strecken in mehrtätigen Etappen absolviert. 

 

Auf Gemarkung der Stadt Steinheim an der Murr befinden sich folgende Schwerpunkte der Amphibienwanderung:

  • An der Kreisstraße K 1608 zwischen Kleinbottwar und Forsthof sind die Wanderstellen am Forsthof durch Amphibienleitzäune gesichert. Im Bereich der Wanderstelle ist die erlaubte Geschwindigkeit reduziert.
  • Auch im Bereich des Wehrbachsees in Kleinbottwar sind Amphibien unterwegs. Dort weisen Schilder auf die Tiere hin. Sie können den Schutz der gefährdeten Tiere unterstützen, wenn Sie das Befahren dieser Strecken in den Nachtstunden zwischen 19.00 Uhr und 5.00 Uhr vermeiden.
  • Im Otterbachtal sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten Zäune nicht möglich. Deshalb ist die Otterbachtalstraße von der Einmündung der L 1126 (beim Schützenhaus) bis zum Wanderparkplatz beim Haus Steinheim gesperrt. Die Vollsperrung gilt von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens und wird voraussichtlich bis etwa Mitte April in Kraft sein. Eine Umleitungsstrecke über den Lehrhof ist ausgeschildert.
  • Als weiterer Brennpunkt der Amphibienwanderung hat sich die verlängerte Lehenstraße parallel zum Riedbach herausgestellt. Auch hier sollten Sie, besonders in den Abend- und Nachtstunden, das Befahren unterlassen, um unnötige Verluste in dieser Population zu vermeiden.

Bitte bedenken Sie: Reduzierte Geschwindigkeit und ein kleiner Umweg sind ein geringer Preis für den Schutz gefährdeter Tiere. Außerdem dient dies der Sicherheit der Amphibienschützer, die die Tiere über die Straße tragen. Wir bitten die betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen und bedanken uns für Ihr Verständnis.

 

Mitarbeiter des Bauhofs errichten dem Amphibienschutzzaun zum Schutz der Lurche

 

 

 

 

 

Sieben junge Bäume an der neuen Ortsdurchfahrt gepflanzt

 

Die Baustelle der Ortsdurchfahrt in Steinheim an der Murr ändert mit jedem Tag ihr Gesicht. Wo gestern noch Pflasterarbeiten ausgeführt wurden, sind heute Arbeiter mit dem Montieren der Straßenbeleuchtung und der Ampelanlage beschäftigt. Aber auch neben der Straße tut sich was. Denn die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt betrifft nicht nur Pflasterbelag und Asphalttragschicht. Nein, auch mehrere Bäume finden Platz an der Ludwigsburger Strasse. Zwischen Bahnweg und Marktstrasse werden insgesamt sieben Bäume neu gepflanzt. Westlich der Bottwarbrücke werden zwei Hainbuchen in einer schlanken Form gepflanzt. Zwischen der August-Scholl-Strasse und der Marktstrasse wird mit drei Apfeldorn-Bäumen das Motiv vom Marktplatz fortgesetzt, wo schon solche Bäume stehen. Am Kohlereck musste leider ein Ahorn gefällt werden, weil dessen Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. An dessen Stelle wird nun eine Winterlinde gesetzt. Linden waren schon immer die Bäume, unter denen sich die Menschen trafen, zum Nachrichtenaustausch oder zum Feiern. Den alten Germanen waren die Linden sogar heilig. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vor dem NKD-Kaufhaus, wird ein Baum derselben Art gedeihen. Somit hat Steinheim jetzt sogar zwei Linden, die wie früher den Ortskern bereichern. Geben wir Acht auf sie!

 

Das erfahrene Team der Stadtgärtnerei ist damit beschäftigt, die Bäume an der Ludwigsburger Straße und am Kohlereck zu pflanzen

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